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Umweltschutz EU will Biosprit mit indirekten Umweltrisiken zurückdrängen

Biokraftstoffe mit hohen indirekten Umweltrisiken sollen nur noch begrenzt auf die Ziele der EU-Staaten für erneuerbare Energien angerechnet werden können.

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Die EU-Staaten dürfen solchen Biosprit mit indirekten Klimarisiken zwar weiter nutzen oder importieren, aber nicht mehr voll auf ihre Erneuerbaren-Ziele anrechnen. Quelle: dpa

Brüssel Die EU-Kommission will Biokraftstoffe mit hohen indirekten Umweltrisiken zurückdrängen. Solcher Biosprit soll nur noch begrenzt auf die nationalen Ziele der EU-Staaten für erneuerbare Energien angerechnet werden können, wie die Kommission am Mittwoch mitteilte. Die Deutsche Umwelthilfe begrüßte, dass Palmöl damit nicht mehr als nachhaltig zu kennzeichnen sei.

Es geht um Verdrängungsrisiken, also den Anbau von Feldfrüchten für Biokraftstoffe auf Flächen, die zuvor für Nahrungsmittelanbau genutzt wurden. Dieser wiederum weicht dann auf Flächen wie Wälder oder Moore aus, die Kohlendioxid speichern. Unterm Strich wird durch die Ausweitung klimaschädliches CO2 freigesetzt, obwohl Biokraftstoffe doch zum Klimaschutz beitragen sollen.

Dem will die Kommission mit den neuen Regeln einen Riegel vorschieben. Die EU-Staaten dürfen solchen Biosprit mit indirekten Klimarisiken – der Fachbegriff ist indirekte Landnutzungsänderung oder ILUC – zwar weiter nutzen oder importieren, aber nicht mehr voll auf ihre Erneuerbaren-Ziele anrechnen. Der Anteil soll über die Zeit abnehmen.

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