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UN-Bericht Neuer Höchststand bei zivilen Todesopfern in Afghanistan

Seit dem Sommer verhandeln die USA mit den Taliban. Aus einem UN-Bericht geht hervor, dass die Zahl der zivilen Todesopfer in Afghanistan dramatisch gestiegen ist.

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Kabul Die Zahl der zivilen Todesopfer im Afghanistan-Konflikt ist auf einen neuen Höchststand gestiegen. 3.804 Zivilisten wurden im vergangenen Jahr getötet und damit elf Prozent mehr als 2017, wie aus einem Bericht der Vereinten Nationen (UN) am Sonntag hervorging. Darunter seien 927 – und damit fast ein Viertel – Kinder gewesen.

Gründe seien vor allem eine Zunahme islamistischer Selbstmordanschläge und von Luftangriffen der US-geführten Regierungsverbündeten gewesen. Die meisten Menschen wurden bei Angriffen der radikal-islamischen Taliban und der Extremisten-Miliz IS getötet. Mehr als 1.000 Zivilisten kamen aber auch bei Einsätzen der Truppen der Regierung und ihrer Verbündeten ums Leben. Dies liege auch daran, dass die Extremisten häufig Zivilisten als eine Art Schutzschild missbrauchten.

Angesichts der zivilen Opfer sei es umso dringlicher, sich mit aller Kraft für ein Ende des seit gut 17 Jahren andauernden Kriegs einzusetzen, forderte der UN-Sondergesandte für Afghanistan, Tadamichi Yamamoto. Trotz der verstärkten Friedensbemühungen auf diplomatischer Seite hatte sich der Konflikt in den vergangenen Monaten verschärft.

Der US-Sondergesandte Zalmay Khalilzad will seine Verhandlungen mit den Taliban in Katar über eine politische Lösung am Montag fortsetzen. Er führt die Gespräche derzeit ohne Beteiligung der afghanischen Regierung.

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