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Unabhängigkeitskonflikt Spaniens König ruft Katalanen zu Zurückhaltung auf

Nach der Regionalwahl in Katalonien steht Spanien weiterhin vor der Frage, wie die politische Zukunft des Landes aussehen wird. Der König bittet nun an Weihnachten um Versöhnung und mahnt Politiker zu mehr Feingefühl.

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Madrid Das neu gewählte katalanische Parlament soll nach Ansicht des spanischen Königs Felipe VI. auf weitere Abspaltungsbestrebungen verzichten. In seiner traditionellen Ansprache an Heiligabend sagte er: „Der Weg nach vorn kann nicht erneut zu Konfrontation oder Ausschluss führen, was, wie wir nun wissen, nur Zwietracht, Unsicherheit, Qual hervorruft.“

Bei der Regionalwahl am Donnerstag hatten die separatistischen Parteien in Katalonien die Mehrheit der Parlamentssitze gewonnen. Zuvor hatte der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy das Parlament aufgelöst, nachdem es im Oktober dafür gestimmt hatte, Katalonien zu einer unabhängigen Republik zu erklären.

Felipe verlangte von den katalanischen Politikern, „die Probleme ins Auge zu fassen, die alle Katalanen betreffen, ihre Vielfalt zu respektieren und verantwortungsvoll an das Gemeinwohl aller zu denken“. Ohne Zweifel sei 2017 ein schwieriges Jahr für Spanien gewesen, sagte er. Die Frage um Katalonien habe alle anderen Schwierigkeiten dominiert.

In seiner vorherigen Fernsehansprache Anfang Oktober hatte der König harte Worte an die katalanische Regierung gerichtet. Kurz zuvor war dort das umstrittene Referendum über die Abspaltung von Spanien abgehalten worden. Er hatte den Behörden vor Ort damals „unverantwortliches Verhalten“ vorgeworfen und gesagt, sie hätten das Gesetz absichtlich gebeugt. Er rief den Staat auf, für eine verfassungsmäßige Ordnung und Rechtsstaatlichkeit in Katalonien zu sorgen.

An Heiligabend schlug er versöhnlichere Töne an. So erkannte Felipe VI. zwar an, dass Spanien in den vergangenen Jahrzehnten zu einem voll integrierten Mitglied in der Europäischen Union herangewachsen sei. Nicht alles sei aber ein Erfolg gewesen. Er forderte die Wiederherstellung einer „harmonischen Koexistenz im Herzen der katalanischen Gesellschaft“. Im Sinne der Vielfalt dürfe es nicht sein, dass politische Ideen Familien und Freunde auseinanderrissen.

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