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Unruhen Fünf Tote bei neuen Protesten gegen die Regierung im Irak

Seit Monaten demonstrieren die Iraker gegen die politische Elite des Landes. Die Regierung kritisiert das harte Vorgehen der Sicherheitskräfte mittlerweile selbst.

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Seit Oktober sind mehr als 300 Menschen bei den Demonstrationen im Irak ums Leben gekommen. Quelle: Reuters

Bei neuen Protesten im Irak haben Sicherheitskräfte nach Angaben von Polizei und Kliniken mindestens fünf Menschen getötet. Mehr als hundert Personen seien verletzt worden. In Nassirija im Süden des Landes hätten Sicherheitskräfte scharfe Munition und Tränengas eingesetzt, um eine Menschenmenge zu vertreiben, die drei Brücken in der Stadt besetzt habe, teilten Polizisten und Krankenhausmitarbeiter am Sonntag mit.

Drei Menschen seien dabei getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. In der Hafenstadt Umm Kasr am Persischen Golf seien zwei Demonstranten getötet und mehr als 70 weitere Menschen verletzt worden. Auch hier sei scharfe Munition und Tränengas abgefeuert worden. In Kerbela seien mindestens 24 Menschen verletzt worden, auch in Basra kam es zu Protesten gegen die Regierung.

Die Proteste waren Anfang Oktober ausgebrochen. Sie richten sich gegen die politische Elite, Misswirtschaft, Korruption und die hohe Arbeitslosigkeit. Insgesamt wurden dabei bislang mindestens 330 Menschen getötet. Den Sicherheitskräften wurde in einem Regierungsbericht übermäßige Gewaltanwendung vorgeworfen. Es sind die größten Unruhen seit dem Sturz von Machthaber Saddam Hussein 2003.

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