US-Bundesstaat Utah Romney kandidiert für Senat

Der Republikaner Mitt Romney kandidiert im Bundesstaat Utah für einen Senatssitz – und will die „Werte Utahs“ nach Washington bringen.

Der Republikaner gilt als aussichtsreichster Bewerber für den Sitz des republikanischen Senators Orrin Hatch. Quelle: Reuters

Salt Lake CityDer frühere republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat sein politisches Comeback eingeläutet. Der 70 Jahre alte parteiinterne Kritiker von Präsident Donald Trump gab am Freitag seine Kandidatur für den Sitz des Staates Utah im US-Senat bekannt. Ohne Trump namentlich zu erwähnen, lobte Romney seine Wahlheimat Utah als Modell für die Bundesregierung in Washington. Eine erneuten Antritt bei der Präsidentschaftswahl schloss er jedoch aus.

Utah könne den Politikern in Washington viel beibringen, sagte Romney. Auf dem Kapitolshügel des US-Staats behandelten die Menschen einander mit Respekt, und während Utah legale Einwanderer aus aller Welt willkommen heiße, sende Washington Einwanderern eine „Botschaft des Ausschlusses“, sagte Romney. Mit Trump habe er einen herzlichen Umgang, jedoch habe er kein Problem, es direkt auszusprechen, wenn er mit dem Präsidenten nicht übereinstimme, so Romney in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AP.

In seiner ersten großen Rede als Senatskandidat forderte er ein Vorgehen gegen die tödlichen Schulmassaker in den USA. Es sei „falsch und inakzeptabel, dass unsere Kinder in unseren Schulen um ihr Leben fürchten“, so Romney.

Der 70-Jährige war Gouverneur von Massachusetts und verlor 2012 die Präsidentenwahl gegen Barack Obama. Danach ging er nach Utah. Er genießt großen Respekt in dem Staat und verfügt dort über ein dichtes Netzwerk von Unterstützern. Bei der Wahl gilt er als aussichtsreichster Bewerber für den Sitz des republikanischen Senators Orrin Hatch, der in den Ruhestand geht.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%