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US-Geheimdienst Umstrittene Personalie – Trump nominiert Gina Haspel offiziell als neue CIA-Chefin

Der US-Präsident macht ernst: Die Vizechefin des US-Geheimdienstes soll ihren Boss Mike Pompeo ablösen, der Außenminister werden soll.

Die langjährige CIA-Mitarbeiterin soll den Chefposten bei dem Geheimdienst übernehmen. Quelle: AP

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat den Kongress offiziell von seiner Wunschkandidatin für den CIA-Chefposten unterrichtet. Am Dienstag informierte er die Abgeordneten, er habe die stellvertretende Direktorin des Geheimdienstes, Gina Haspel, als künftige Direktorin nominiert.

Die Personalie ist umstritten. Unter Haspels Beaufsichtigung sollen die USA in Gefängnisprogrammen nach dem 11. September 2001 Foltermethoden wie Waterboarding durchgeführt haben.

Vergangenen Monat hatte Trump getwittert, Haspel solle CIA-Chef Mike Pompeo ersetzen, der als neuer Außenminister im Gespräch ist. Die formellen Unterlagen dafür hatte der Präsident aber nicht am Capitol Hill eingereicht.

Aus Regierungskreisen hieß es, ein FBI-Hintergrundcheck und andere Überprüfungen hätten länger gedauert als erwartet. Kritiker spekulierten aufgrund der Verzögerung bei der offiziellen Nominierung, das Weiße Haus wolle die Personalentscheidung möglicherweise noch einmal überdenken.

In den kommenden Wochen dürfte der Geheimdienstausschuss des Senats Haspel zunächst für eine Bestätigung im Amt befragen. Anschließend muss die gesamte Kammer über die Personalie abstimmen.

Unterdessen verliert Trump einen weiteren Berater. Der für Energie und Umweltpolitik zuständige Mike Catanzaro kehrt zur Lobbyfirma CGCN Group zurück, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Catanzaro wurde im vergangenen Jahr Mitglied von Trumps Team und arbeitete als Berater im Nationalen Wirtschaftsrat. Sein Chef war Gary Cohn, der bereits im März von seinem Posten zurücktrat. Auf Catanzaro folgt Regierungskreisen zufolge Francis Brooke, die bisher Vizepräsident Mike Pence berät.

Catanzaro war unter andrem für Biotreibstoff-Quoten und Abgasregeln für Autos oder Kraftwerke zuständig. Bei CGCN vertrat er Kunden, die sich für die Abschaffung eines Ölexportverbotes einsetzten. Hintergrund war der Boom bei Schiefergas und -öl in den USA. Das Exportverbot wurde schließlich Ende 2015 vom Kongress gestrichen.

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