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US-Konjunktur Arbeitslosigkeit und Handelsdefizit in den USA sinken

Die US-Notenbank Fed sieht die USA auf dem Weg zur Vollbeschäftigung. Gestörte Lieferketten beeinflussen den Import, der Export wächst hingegen weiter.

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In den USA nähern sich die Arbeitslosenzahlen langsam ihrem Vorkrisenniveau. Noch ist das Ziel aber nicht erreicht. Quelle: dpa

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist auf den niedrigsten Stand seit Mitte März 2020 gesunken. Vergangene Woche stellten 340.000 Bürger einen Antrag auf staatliche Stütze - 14.000 weniger als in den sieben Tagen zuvor, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 345.000 gerechnet.

Trotz des Rückgangs sind die Folgen der Corona-Rezession noch nicht überwunden. Die Zahl der Hilfsanträge liegt noch über dem Niveau, das vor der Krise üblich war. Zum Vergleich: In den Monaten vor der Pandemie wurden pro Woche nur gut 200.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt.

Die Zahl der Beschäftigten liegt noch um rund 5,7 Millionen unter ihrem Höchststand von Februar 2020. Von Reuters befragte Experten erwarten für den am Freitag anstehenden Arbeitsmarktbericht für August ein Stellenplus von 750.000. Die US-Notenbank Fed macht wesentliche Fortschritte in Richtung des Vollbeschäftigungsziels zur Voraussetzung für ein Herunterfahren ihrer Krisenhilfen. Damit ist laut Experten voraussichtlich um die Jahreswende herum zu rechnen.

Das Defizit in der US-Handelsbilanz ist im Juli wegen sinkender Einfuhren geschrumpft. Die Importe übertrafen die Exporte nur noch um 70,1 Milliarden Dollar, wie das Handelsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Vormonat. Die Importe fielen dabei um 0,2 Prozent auf knapp 283 Milliarden Dollar, wozu Engpässe und gestörte Lieferketten beigetragen haben dürften. Die Exporte erhöhten sich dagegen um 1,3 Prozent auf fast 213 Milliarden Dollar.

Sollte der Trend anhalten, könnte der Außenhandel im laufenden Sommerquartal wieder zum Wachstum der weltgrößten Volkswirtschaft beitragen. In den vergangenen vier Quartalen waren die Importe jeweils stärker gestiegen als die Exporte. Ökonomen rechnen im dritten Quartal mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes mit einer Jahresrate von fünf Prozent, nach 6,6 Prozent im Frühjahr.

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