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US-Militär US-General überprüft Sicherheitslage in Afghanistan

Die US-Regierung will in Afghanistan Friedensverhandlungen mit den Taliban aufnehmen. Der Chef der US-Streitkräfte macht sich ein Bild vor Ort.

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Kabul Der Chef der US-Streitkräfte, Joe Dunford, ist zu einem Inspektionsbesuch im kriegszerrissenen Afghanistan eingetroffen. Er wolle sich mit einer Reise durch das Land einen Überblick über die Konflikte und die Umsetzung der neuen Strategie des US-Militärs verschaffen, teilte das US-Verteidigungsministerium am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Die USA haben ihren Kriegseinsatz in Afghanistan verstärkt; gleichzeitig gibt es Bestrebungen Kabuls, Friedensverhandlungen mit den radikalislamischen Taliban zu führen.

US-Präsident Donald Trump hatte im August wegen der immer intensiveren Angriffe der Taliban eine neue Afghanistanstrategie eingeleitet, die die Entsendung von Tausenden zusätzlichen Soldaten sowie sehr viel mehr Luftangriffe vorsieht. Vor einer Woche hatte US-Verteidigungsminister Jim Mattis Afghanistan besucht, um die Umsetzung dieser neuen Taktik zu begutachten und in Gesprächen mit Vertretern des Landes und der Nato über Friedensgespräche zu beraten. In Afghanistan sind offiziell 11.000 US-Soldaten stationiert.

Die Taliban hatten von 1995 bis zur US-geführten Intervention 2001 in weiten Teilen Afghanistans regiert. Seit der Umwandlung des Nato-Kampfeinsatzes in eine Beratungs- und Trainingsmission Ende 2014 weiten sie ihren Einflussbereich wieder aus. Auch die Terrormiliz Islamischer Staat hat am Hindukusch Fuß gefasst. Präsident Aschraf Ghani hatte den Taliban vor drei Wochen ein Friedensangebot gemacht.

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