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US-Militärberater für den Irak Barack Obamas Strategie weckt Sorge und Kritik

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Republikaner fordert Drohnenschläge

Fehlervermeidung scheint derzeit das oberste Gebot zu sein im Weißen Haus. Einerseits will Obama verhindern, dass der Irak „zurück in den Abgrund“ rutscht - und damit vielleicht die ganze Region völlig unkontrollierbar wird. Der Verlust Tausender Soldaten im Irak-Krieg zwischen 2003 und 2011 müsse sich gelohnt haben und sich in einem starken irakischen Staat niederschlagen, betont er. Ihm ist gewahr, dabei nachhelfen zu müssen.

Andererseits geht es um sein Vermächtnis als Anti-Kriegs-Präsident, als der Abwickler der teuren und tödlichen Konflikte seines Vorgängers. „Amerikanische Streitkräfte werden nicht zu Kämpfen in den Irak zurückkehren“, erklärt er. Auch Zehntausende US-Soldaten könnten das Problem nicht einfach verschwinden lassen. „Das ist etwas, was von den Irakern gelöst werden muss.“

Also versucht Obama es wie so oft in einer Präsidentschaft mit dem Mittelweg - mit Beratern, mehr Hilfe für die irakischen Truppen und vielleicht „gezielten“ militärischen Schlägen, aber sonst nichts. Zufrieden darüber zeigt sich kaum jemand. Der Präsident „unterschätzt die Ernsthaftigkeit dieser Bedrohung“, kritisiert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Abgeordnetenhaus, Ed Royce. Der Republikaner fordert wenigstens Drohnenschläge. „Wir müssen jetzt handeln“, erklärt auch sein Senatskollege John McCain.

Obamas Parteigenossen hingegen beklagen, dass er trotz aller Versprechen nun doch für amerikanische „Soldatenstiefel auf dem Boden“ entschieden habe. „Ich denke, man sollte vorsichtig damit sein, Spezialtruppen zu schicken, denn deren Zahl neigt dazu, zu wachsen“, warnt die Anführerin der Demokraten im Abgeordnetenhaus, Nancy Pelosi.

Barack Obama versucht derweil, diese Sorgen abzutun: Der Auftrag der Truppe würde sich keinesfalls nach und nach ausweiten, betont er.

Ausland



Dagegen scheinen Erklärungen von Regierungsvertretern zu sprechen, die zumindest kein geografisches Limit für den Kampf gegen Isis sehen. „Die Gruppe arbeitet weiträumig und wir würden unsere Möglichkeiten, notwendige Maßnahmen zu treffen, nicht einschränken“, sagte ein Obama-Berater. Die Islamisten sind nicht nur im Irak aktiv, sondern auch im benachbarten Syrien.

Aus dem Bürgerkrieg in dem Land wollte sich Obama bislang so gut wie möglich heraushalten.

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