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US-Präsidentschaft Warum Donald Trump scheitern wird

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Wie lange bleibt Donald Trump im Rennen?

2. Trump hat keine Wahlkampfmaschine

Sollte es zu einem Duell zwischen Hillary Clinton für die Demokraten und Jeb Bush für die Republikaner kommen, hätte dies vor allem einen Grund: Beide Familien verfügen über gut funktionierende Wahlkampfmaschinen. Die Bush- und Clinton-Dynastien sind tief im politischen System der Vereinigten Staaten verwurzelt und können auf Wahlkampforganisationen zurückgreifen, die schon für die früheren Präsidenten Bill Clinton sowie für George Bush Senior und Junior um Stimmen geworben haben.

In den Bundesstaaten Iowa und New Hampshire wird im Januar zuerst gewählt. „Einige tausend Stimmen können hier entscheidend sein“, sagt US-Wahlkampfexperte Herz. Nur wer über gut gerüstete Wahlkampfteams in den einzelnen Staaten verfügt, wird sich dort auch durchsetzen können.

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3. Trump hat keine Agenda

16 Republikaner haben mittlerweile ihre Kandidatur erklärt. Die meisten lassen sich einem der beiden großen Lager zuordnen. Auf der einen Seite gibt es die Sozialkonservativen, die traditionelle religiöse Werte hochhalten, meist gegen Abtreibung und die Home-Ehe argumentieren und einen möglichst schlanken Staat fordern. Auf der anderen Seite stehen die eher Moderaten, die für eine konservative Wirtschaftspolitik werben, meist geringere Steuern fordern und die USA außenpolitisch als Weltpolizei begreifen.

Donald Trump passt in keines der Lager. „Er hat überhaupt keine Agenda, keine eindeutigen Positionen“, sagt Herz. „Daher fällt es vielen schwer, seine Kampagne ernst zu nehmen. Donald Trump geht es vor allem um Aufmerksamkeit.“

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    Für die anderen Kandidaten ist nun wichtig, wie lange Trump im Rennen bleibt. Je länger er kandidiert und je erfolgreicher er in dem Umfragen ist, desto mehr kann er bestimmen, worüber in der republikanischen Partei debattiert wird. Trumps bisherige Äußerungen haben gezeigt, dass ihm konstruktive politische Debatten egal sind.

    Sein Privatvermögen, das nach eigenen Angaben zehn Milliarden Dollar umfassen soll, kann ihm im Wahlkampf noch nützlich sein. Politikwissenschaftler Herz glaubt dennoch, dass die Trump-Show spätestens zum Jahreswechsel endet. „Wenn die Vorwahlen losgehen, lichtet sich traditionell das Feld.“

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