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US-Techkonzerne EU-Staaten verständigen sich auf schärfere Regeln für Amazon, Apple und Co.

Die Länder haben sich auf eine gemeinsame Position im Umgang mit den Technologienriesen geeinigt. Details sollen nun ausgearbeitet werden.

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Das Gesetz über digitale Dienste (DSA) will dafür sorgen, dass Online-Plattformen mehr gegen illegale Inhalte tun müssen. Quelle: Reuters

Die EU-Länder wollen die Macht der US-Technologieriesen einschränken. Am Donnerstag verständigten sich die Mitgliedsstaaten auf eine gemeinsame Position, um die Konzerne besser überwachen und ihnen mehr Vorschriften machen zu können.

Konkret geht es um zwei Gesetze – den Digital Markets Act (DMA) und den Digital Services Act (DSA). Details müssen allerdings noch ausgearbeitet werden, weswegen die neuen Vorgaben für Amazon, Apple, Alphabet und Facebook wohl erst 2023 in Kraft treten. Dann drohen den Konzernen bei Verstößen allerdings hohe Strafen – beim DMA bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.

Die neuen Gesetze sollen die vor über 20 Jahren erlassene E-Commerce-Richtlinie ersetzen. Im Großen und Ganzen haben sich die EU-Länder nun der vor rund einem Jahr veröffentlichten Position der EU-Kommission angeschlossen. Das Gesetz über digitale Märkte (DMA) zielt auf schärfere Regeln für sogenannte „Gatekeeper“ mit einer besonders starken Marktposition ab und macht ihnen Verhaltensvorschriften.

Der Branchenverband Bitkom sagte: „Der Digital Markets Act setzt wichtige neue Impulse für einen fairen Wettbewerb in der EU.“ Zugleich bemängelte Bitkom aber, die neuen Regelungen berücksichtigten die weitreichenden Auswirkungen auf europäische Plattformen, Start-ups und Cybersicherheitsthemen nur ungenügend.

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    Der Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, kritisierte, Rat und Parlament fassten den Anwendungsbereich des DMA viel zu eng, wodurch im Ergebnis nur sehr wenige europäische Plattformen unter die neuen Regelungen fielen.

    Bitkom: Verbraucherschutz wird verbessert

    Das Gesetz über digitale Dienste (DSA) will dafür sorgen, dass Online-Plattformen mehr gegen illegale Inhalte tun müssen. Damit werde der Verbraucherschutz verbessert, lobte Bitkom.

    Die Betroffenenberatung HateAid machte hingegen viele Schwachstellen aus. Zwar biete das neue Gesetz „die historische Chance“, Möglichkeiten zu schaffen, damit effektiver gegen Vergewaltigungsdrohungen, Beleidigungen, Hassrede und andere Formen digitaler Gewalt vorgegangen werden könnte. Allerdings fehle der einfache Zugang zu Justiz oder eine leichter zugängliche Kommunikation mit den Plattformen.

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