US-Vorwahlen Die Legende von Iowa

Im US-Staat Iowa fällt der Startschuss für die heiße Phase rund um die Präsidentenwahl in den Vereinigten Staaten im November. Die Legende von Iowa besagt, wer hier erfolgreich ist, hat gute Chancen auch am Ende ganz oben zu stehen.

US-Vorwahlkampf Quelle: REUTERS

Als ein Mann namens Jimmy Carter 1976 bei der Urwahl im US-Staat Iowa überraschend gut abschnitt, hatte den Demokraten noch kaum jemand für das Amt des Präsidenten auf der Rechnung – noch nicht einmal für die Kandidatur der Demokraten. Doch die erste Entscheidung im Vorwahlkampf war auch wegweisend für die damalige Präsidentenwahl: Carter gewann gegen den Republikaner Gerald Ford und wurde der 44. Präsiden der USA.

Das Orakel von Iowa
Flagge Iowas Quelle: REUTERS
Präsidentschaftskandidat Mitt Romney mit seiner Frau Ann Quelle: dpa
Barack Obama Quelle: dapd
George W. BushMit 41 Prozent der Stimmen konnte George W. Bush 2000 Iowa bei den Republikanern ganz klar für sich gewinnen. Er erhielt damit das höchste Ergebnis, das je ein Republikaner in Iowa geholt hatte seit dort die US-Vorwahlen beginnen (1972). Quelle: REUTERS
Bill Clinton Quelle: REUTERS
Jimmy Carter Quelle: AP
Ronald Reagan Quelle: dapd
George H. W. Bush Quelle: dapd
John MCain Quelle: dapd
John Kerry Quelle: dpa/dpaweb
Al Gore Quelle: AP
Bob Dole Quelle: REUTERS
Walter Mondale Quelle: dpa/dpaweb

“Three tickets out of Iowa“ (“Drei Fahrkarten aus Iowa“) heißt seither ein Spruch, der die Urwahl in Iowa, den Startschuss zum Vorwahl-Marathon zur Präsidentenwahl im November, zu einer Art Legende werden ließ. Denn seit 1972 der Vorwahlkampf in Iowa beginnt, hat fast kein Kandidat mehr die Nominierung seiner Partei gewonnen, wenn er in dem Staat im Mittleren Westen nicht mindestens Platz drei geholt hat.

Der Wahl-Seismograph

Barack Obama bestätigte diese Legende als er 2008 gegen die große Favoritin Hillary Clinton in Iowa den Sieg holte, und sich bekanntermaßen schließlich bei der Parteiabstimmung und auch im November bei der Präsidentenwahl durchsetzen konnte.

FAQ US-Vorwahlen

Ebenso überraschte 2004 der demokratische Senator John Kerry 2004, als er zunächst in Iowa siegte und schließlich Präsidentschaftskandidat der Demokraten wurde. Die Iowa-Legende bestätigte sich auch 2000: Die ersten beiden Plätze belegten damals der Republikaner George W. Bush und der Demokrat Al Gore. Die beiden sollten sich dann auch im November beim Wahlkampf um das Oval Office wieder gegenüber stehen.

So ist es kein Wunder, dass die Kandidaten der Republikaner mit aller Macht auf einen Sieg in Iowa setzen. Sechs Männer und eine Frau bewerben sich um die Nominierung, der Ausgang ist so offen wie lange nicht.

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