US-Vorwahlen Für Romney gibt es nur noch ein Hindernis

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Kleines Wählerpotenzial, kleines Budget

Rick Santorum holte in Florida 13 Prozent der Stimmen. Jenen Anzahl, die Newt Gingrich im Vergleich mit Mitt Romney fehlten. Quelle: REUTERS

Der Konservative gewann zwar die Vorwahlen in dem Mini-Staat Iowa. Doch sowohl in New Hampshire als auch in South Carolina konnte er die Massen nicht begeistern. Santorum hat weder ein breites Wählerpotenzial, noch die finanziellen Möglichkeiten, um eine realistische Chance auf die Nominierung zum Obama-Herausforderer der Republikaner zu haben. Allerdings nimmt er Gingrich – mit dem er um die gleiche Wählerschicht kämpft – stets wichtige Stimmen weg und ebnet dem ungeliebten Romney so den Weg zum Duell ums Weiße Haus mit Amtsinhaber Barack Obama.

Sollte er die Lehren aus der neuerliche Niederlage die richtigen Lehren ziehen und seinen Platz räumen, würde er Gingrich stärken – und die Republikaner in einen ideologischen Zweikampf schicken.

FAQ US-Vorwahlen

Abgesehen von dem Liberalen Ron Paul, der aller Voraussicht nach bis zum Nominierungs-Parteitag durchhält und konstant bis zu zehn Prozent der Wählerstimmen abgreifen wird, hätten die Republikaner dann die Wahl zwischen dem erz-konservativen Gingrich und dem eher moderaten und liberalen Mitt Romney.

Eine Konstellation, die Romney fürchten muss. „Für Romney gibt es null Begeisterung innerhalb der konservativen Wählerschicht“, erklärt Andreas Falke, Direktor des Deutsch-Amerikanischen Instituts und Professor der Politikwissenschaften an der Universität Erlangen. „Gingrich hingegen ist eine Markenware, er steht für Konservatismus pur.“

Die Folge: Gingrich scharrte zuletzt immer mehr wortgewaltige Republikaner hinter sich. Zuerst stieg der Gouverneur von Texas, Rick Perry, aus dem Rennen – um Gingrich zu stärken. Zuletzt sagte der Ex-Bewerber Herman Cain dem Konservativen seine Unterstützung zu.

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