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US-Vorwahlen Können Gingrichs Jobpläne aufgehen?

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Künstliche Zinsdrückerei ist nicht sinnvoll

Newt Gingrich Quelle: dpa

Der Notenbank wird es in den kommenden Jahren kaum gelingen, durch noch niedrigere Kapitalmarktzinsen die Konjunktur anzukurbeln. Schon jetzt sind die Zinsen in allen Laufzeiten extrem niedrig. Unternehmen, die investieren wollen, können es. An zu hohen Geldbeschaffungskosten scheitert keine sinnvolle Investition.

Vielmehr ist das Risiko hoch, dass die Fed mit ihrer künstlichen Zinsdrückerei ineffiziente Projekte rentabel erscheinen lässt. Fehlinvestitionen wären die Folge. Zudem drohen bei einem Verharren an der Niedrigzinspolitik erneut Carry-Trades in Schwellenländern, sobald sich die Bankenkrise entschärft.

Um ihre Währungen vor Aufwertung zu schützen, werden die Notenbanken von Brasilien, Südafrika & Co. dann am Devisenmarkt eingreifen. Die Folge: Die Geldmenge steigt, die Inflation schießt in die Höhe, die über höhere Importpreise auf die US-Industrie zurückschlägt.

Runter mit den Steuern

Risiken hin oder her, Gingrich will die USA zum „Wunsch-Standort für Unternehmen“ machen. Dazu gehört neben dem Angebot von billigem Geld auch eine „mutige Serie von Steuersenkungen“, schreibt Gingrich in seinem Wahlprogramm.

Konkret will der Republikaner die Kapitalertragssteuer abschaffen und die Steuererleichterungen seines potenziellen Vor-Vorgängers, George W. Bush, fortführen. 2001 senkte dieser die Steuern für einen Zeitraum von neun Jahren in Höhe von 1,35 Billionen US-Dollar.

FAQ US-Vorwahlen

Das Herzstück der Reform bildete die Reduzierung der Einkommenssteuer – insbesondere des Spitzensteuersatzes. Um die Konjunktur anzukurbeln, erhielt zudem jeder alleinstehende Steuerzahler einen Scheck über 300 US-Dollar und jedes Ehepaar über 600 US-Dollar. Gleichzeitig wurde die Steuer auf Dividenden auf 15 Prozent gesenkt.

2010 beschloss der Kongress die Fortführung dieses Programms um weitere drei Jahre, um die Wirtschaft zu stützen. „Die Steuerersenkungen führten zu der Entspannung auf dem Arbeitsmarkt seit 2011“, behauptet Gingrich. Und schlussfolgert: Das Programm müsse fortgesetzt werden. „Die Unsicherheit, ob die Steuererleichterungen dauerhaft gelten oder nicht, lähmen die Wirtschaft.“

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