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US-Vorwahlen Warum Romney gute Chancen auf den Sieg hat

Mitt Romney hat die Vorwahlen in Iowa gewonnen. Auch wenn sein Vorsprung hauchdünn war, geht er als Favorit in die nächsten Wahlrunden.

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und seine Frau Ann Quelle: dpa

So knapp war eine republikanische Vorwahl in Iowa noch nie. Genau acht Stimmen mehr erhielt Mitt Romney gegenüber seinem Mitbewerber Rick Santorum. Beide Kandidaten holten 24,6 Prozent der Stimmen, auf dem dritten Platz landete der Texaner Ron Paul mit 21 Prozent. Ähnlich knapp war es zuletzt 1980, als George Bush zwei Prozentpunkte vor Ronald Reagan lag.

Santorum, Ex-Senator aus Pennsylvania, war eigentlich als Außenseiter gehandelt worden, hatte zuletzt aber überraschend aufgeholt und profiliert sich nun als Alternative zum Favoriten
Romney. Auf dem dritten Platz landete der Kongressabgeordnete Ron Paul mit 21,5 Prozent. Damit bleibt die Suche nach einem Herausforderer von Präsident Barack Obama bei der Präsidentenwahl im  November völlig offen.

Die wichtigsten Termine der US-Vorwahlen 2012

Wenige Stunden nach der Vorwahl erklärte die Letztplatzierte Michele Bachmann ihren Rückzug aus dem Präsidentschaftswahlkampf. Auch Rick Perry, Gouverneur aus Texas, schien reichlich frustriert über seinen fünften Platz und kündigte an, erst einmal in seinen Bundesstaat zurückzukehren und dort über seine Zukunft als Präsidentschaftskandidat nachzudenken. Er war im Sommer als Hoffnungsträger gestartet, allerdings war die Stimmung nach einigen Patzern in TV-Debatten gegen ihn gekippt.

Romney - Der Wirtschaftsexperte

Obamas Konkurrenten
Die Kandidaten der Republikaner
Herman Cain Quelle: dapd
Michele Bachman Quelle: REUTERS
Jon Huntsman Quelle: dapd
Newt Gingrich Quelle: REUTERS
Rick Perry Quelle: dapd
Rick Santorum Quelle: dpa

Auch wenn der Vorsprung Romneys nur hauchdünn war, es sieht nicht schlecht aus für den ehemaligen Gouverneur von Massachussetts. Erstens: Auch wenn die Vorwahl in Iowa stimmentechnisch bei der landesweiten Kandidatenkür kaum ins Gewicht fällt, gilt sie als richtungsweisend, weil sie der erste Test für die Kandidaten ist. Zweitens: Laut Umfragen legte eine Mehrheit der Republikaner in Iowa ihr Augenmerk bei den Kandidaten vor allem auf die Fähigkeit, den demokratischen Präsidenten Barack Obama aus dem Weißen Haus vertreiben zu können. Rund die Hälfte der Wähler entschieden sich deshalb für Mitt Romney.

Womit Romney in der Krise punktet

Doch auch bei den Wählern, denen die Erfahrung des Kandidaten besonders wichtig ist, lag Mitt Romney mit rund 30 Prozent vorn. Drittens: Von der Wirtschaftskrise geplagt fürchten die Amerikaner vor allem eins: die Arbeitslosigkeit. Der 64-jährige Romney gilt landesweit als Favorit. Experten halten den langjährigen Manager einer Finanzfirma wegen seiner Wirtschaftskompetenz und Harvard-Absolvent für den aussichtsreichsten der möglichen Gegner Obamas.

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    Viertens: Romney verfügt über reichlich Erfahrung als Präsidentschaftskandidat. 2008 trat er an, schied nach dem Super Tuesday allerdings aus dem Wahlkampf aus.

    Nicht außer Acht lassen sollte man auch, dass der ehemalige Gouverneur von Massachussetts Multimillionär ist – was ihm in Sachen Wahlkampfbudget zu einem langen Atem verhelfen dürfte.

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