US-Wahl Was die Amerikaner noch entschieden haben

Die Amerikaner haben nicht nur ihr Staatsoberhaupt gewählt, sondern einige weitere wichtige Entscheidungen getroffen: unter anderem über Haschisch, die Homo-Ehe und die Sterbehilfe.

Impressionen zur Obama-Wiederwahl
Four more years: Präsident Barack Obama bedankt sich bei seinen Wähler. Es ist die erste Ansprache nach der Wiederwahl. Quelle: REUTERS
So sieht einer Siegerfamilie aus: Ehefrau Michelle, Töchter Malia und Sasha treten in Chicago mit dem neu gewählten US-Präsidenten Obama auf die Bühne. Quelle: REUTERS
Eine Unterstützerin weint während der neugewählte US-Präsident seine Ansprache hält. Quelle: dapd
Zuvor mussten seine Unterstützer noch zittern: Noch bevor die Nachricht der Wiederwahl von Barack Obama in der Welt war, warten seine Unterstützer in Chicago ge. Quelle: REUTERS
Auch in New York sind Menschen am Abend zusammengekommen: Ein Schwulenpaar auf dem Times Square in New York schaut gespannt auf die Bildschirme. Quelle: dapd
Es ist kalt auf dem Times Square, doch die Menschen sind zahlreich erschienen - auch wenn das Transportsystem in Big Apple nach dem Hurrikan Sandy immer noch nicht hundertprozentig funktioniert. Quelle: dpa
Dann kam kurz zur Mitternacht die Nachricht: Barack Obama ist wiedergewählt... Quelle: REUTERS

Obama siegt über Romney – das ist das wichtigste Ergebnis bei der US-Wahl. Allerdings wurde an der amerikanischen Wahlurne noch mehr entschieden als über neun Zeitzonen hinweg 120 Millionen der etwa 310 Millionen US-Bürger ihre Stimme abgeben durften.

Neben den Wahlen auf Bundesebene wurde auf Landes- und Kommunalebene abgestimmt: Elf Gouverneursposten und mehr als 6.000 Sitze in den Parlamenten der Bundesstaaten standen zur Wahl. Hinzu kommen über 170 Volksentscheide, bei denen es je nach Bundesstaat um die Abschaffung der Todesstrafe, die Einführung von Sterbehilfe, Homo-Ehe, die Legalisierung von Haschisch oder die Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln geht.

Für wen sich die USA außenpolitisch interessieren

Die ersten Ergebnisse: Colorado gibt als erster US-Staat die Droge Marihuana als Genussmittel frei. Die Wähler des Rocky-Mountain-Staates billigten bei der Wahl eine entsprechende Änderung der Landesverfassung mit einer Mehrheit von knapp 53 Prozent. Auch im Westküstenstaat Washington feierten Befürworter einer ähnlichen Initiative einen Erfolg, während in Oregon eine Legalisierung scheiterte. Mit der Entscheidung in Colorado droht ein Konflikt mit der US-Bundesregierung, die Marihuana weiter als illegale Droge einstuft.

Das Team hinter Romney

Viele Staaten haben Marihuana bereits zu medizinischen Zwecken erlaubt. Mit den geplanten Gesetzesänderungen in Colorado und Washington dürfen dort Erwachsene mit einem Mindestalter von 21 Jahren künftig knapp 30 Gramm der Droge besitzen. Erst vor zwei Jahren war eine vergleichbare Initiative in Kalifornien gescheitert: Bei der Wahl des Gouverneurs hatten die Bürger mehrheitlich gegen die Legalisierung von Marihuana gestimmt.

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