US-Wahlen 1,8 Millionen Tote sollen wählen

Ein großer Teil der US-Bevölkerung kommt gar nicht in den Wahlregistern vor. Schlimmer noch: In den Listen der Wähler tauchen 1,8 Millionen Personen auf, die längst verstorben sind.

Ein Problem, die Anhänger des Anwärters für die republikanischen Präsidentschaftskandidatur, Mitt Romney, nicht haben: 51 Millionen wahlberechtigte US-Bürger sind nicht als Wähler registriert. Quelle: REUTERS

Allenfalls aus Ländern mit dubiosen, undemokratischen Praktiken, wie Russland oder Venezuela, sind solche Meldungen bekannt. Es ist ein bizarrer Umgang mit „Kartelleichen“ und Ungereimtheiten.

In den USA geistern 1,8 Millionen tote US-Bürger in den Wahlregistern herum, wie das PEW-Forschungszentrum nun herausgefunden hat. 2,8 Millionen Personen sind gleich in zwei US-Bundesstaaten gelistet, offenbar weil die Register dort nach Weg- und Zuzug der Wähler nicht aktualisiert werden. Noch schlimmer: Ein Viertel der US-Bürger mit Wahlrecht ist gar nicht registriert - immerhin 51 Millionen Menschen.

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Die USA sind eines der wenigen Länder der Welt, in denen das politische System eine Wählerregistrierung voraussetzt, damit die Bürger ihr politisches Wahlrecht ausüben können.

Als Grund für fehlerhaften Wahlregister zählt das Pew-Forschungszentrum die hohe Mobilität der US-Amerikaner auf. So hätte in den Wahljahren 2010 und 2008 ein Achtel aller Amerikaner den Wohnsitz geändert. Besonders betroffen sind Soldaten, junge Personen und die arme Bevölkerung. Aus unterschiedlichen Gründen wechseln diese fast regelmäßig den Wohnsitz. Die Jungen wegen Studium und Arbeit, Arbeitslose wegen der Arbeitssuche und Soldaten wegen regelmäßigen Versetzungen.

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