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US-Wahlkampf In zwei Stufen zum Sieg

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Der Kampf um die Wahlmänner

Der republikanische Präsidentschaftskandidate und ehemalige Gouverneur von Massachusetts Mitt Romney gilt als Obamas größter Konkurrent. Quelle: dapd

Politbeobachter zeigten sich von dieser Ankündigung nicht weiter überrascht, da sich am 6. November 2012 letztlich alle Augen auf rund ein Dutzend Bundesstaaten richten werden, die bei knappen Entscheiden den Ausschlag geben. Der Grund dafür liegt im Wahlverfahren: Die Präsidentenwahl ist „kein Kampf um die höchste Stimmenzahl im ganzen Land“, sagt Gerald Seib, der gewiefte Washington-Bürochef des „Wall Street Journals“. „Vielmehr geht es darum, 270 Elektoren zu gewinnen.“ 

Hier sei das indirekte Wahlsystem der USA in Erinnerung gerufen. Die 50 Bundesstaaten und der Hauptstadtbezirk (District of Columbia) bestimmen am Wahltag in 51 separaten Abstimmungen, welcher Präsidentschaftskandidat die jeweils dem Staat zustehende Zahl von Wahlmännerstimmen (Elektoren) gewinnt. Die Gesamtzahl der Elektoren beträgt 538. Dabei gilt die Faustregel: Je mehr Einwohner ein Bundesstaat zählt, desto mehr Wahlmänner bringt er auf die Waage.

Die Unterschiede zwischen dem größten Staat (Kalifornien mit 55 Elektoren) und den kleinsten Staat (Wyoming mit drei Elektoren) sind dabei beträchtlich. Davon profitieren die Demokraten, deren Stammwählerschaft in den urbanen, bevölkerungsreichen Gebieten wohnt. Wie Gerald Seib ausführt, entschied sich ein Block von 18 Staaten seit 1992 jeweils immer für den demokratischen Kandidaten, während sich 13 Staaten stets auf die Seite des Republikaners schlugen.

In Elektoren umgerechnet bedeutet dies: Obama hat, sollte er in der Gunst der Wähler nicht vollständig einbrechen, bereits heute 242 von 270 Elektoren sicher, sein republikanischer Gegner bloß 102. Im besten Fall muss der Präsident also im Herbst 2012 nur zwei weitere „Swing States“ gewinnen, die sich in der Vergangenheit sowohl für demokratische als auch für republikanische Kandidaten entschieden haben. Nicht erstaunlich also, dass Barack Obama dieser Tage besonders häufig in North Carolina, Virginia, Colorado und Nevada anzutreffen ist.

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