US-Wahlskurrilitäten Irre Geschichten rund um die US-Wahl

Eine Vierjährige hat genug von Barack Obama und Mitt Romney, Hunde ziehen in den Wahlkampf und Sportreporter kramen die „Redskins-Rule“ heraus. Höhepunkt aber ist ein irres Angebot von Donald Trump.

Die besten Zitate von Barack Obama
„Wir haben beide Abschlüsse aus Harvard. Ich habe einen, er hat zwei, (...) was für ein Snob.“ (am 28. April vor der Presse über seinen Konkurrenten Romney) Quelle: dapd
„Das ist das Gegenteil von Robin Hood - Romney Hood!“ (US-Präsident Barack Obama am 6. August auf einer Kundgebung in Connecticut zu den Steuerplänen seines Gegners) Quelle: dapd
„Ich werde jeden Morgen aufwachen und hart für euch kämpfen.“ (am 25. Juli auf einer Kundgebung in New Orleans) Quelle: REUTERS
„Für mich ist es wichtig voranzugehen und zu bekräftigen, dass gleichgeschlechtliche Paare die Möglichkeit zur Heirat haben sollten.“ (am 9. Mai in einem Interview mit dem Fernsehsender ABC zur Homo-Ehe) Quelle: dapd
„Wir werden unsere Mission abschließen und den Krieg in Afghanistan beenden.“ (am 1. Mai bei einer Visite auf dem US-Stützpunkt Bagram in Afghanistan) Quelle: dapd
„Ich glaube, es wird eng, aber ich denke, wir werden gewinnen.“ (am 30. Juli auf einer Veranstaltung in New York) Quelle: REUTERS
„Dem privaten Sektor geht es gut. (....) Wenn du erfolgreich bist, hat dir jemand dabei geholfen, hat in Straßen und Brücken investiert.“ (am 8. Juni auf einer Pressekonferenz zur Lage auf dem Arbeitsmarkt) Quelle: REUTERS
„Diese Regelung gilt ab sofort.“ (am 15. Juni zur Aussetzung der Abschiebung von illegalen jungen Latinos) Quelle: REUTERS

Barack Obama sei nicht in den USA geboren, behauptet Immobilien-Tycoon und Milliardär Donald Trump seit nunmehr vier Jahren. Der Präsident verstöße damit gegen geltendes Recht und müsse abgesetzt werden, schlussfolgerte Trump. Nachdem Obama im vergangenen Jahr reagierte und seine Geburtsurkunde veröffentlichte, die bestätigt, dass er auf Hawaii geboren wurde, ist die Diskussion abgeebbt. Doch Trump ficht die Papiere nun an – und bietet Obama im Wahlkampfendspurt plötzlich einen irren Deal an.

Sollte der US-Präsident alle seine persönlichen Dokumente wie Reisepässe und Schulabschlüsse offen legen, werde er fünf Millionen Dollar für einen guten Zweck spenden. Die entsprechende Video-Botschaft läuft seit Tagen im amerikanischen Fernsehen.

US-Präsidentschaftswahl 2012

Obama reagiert mit Ironie. In der populären "Tonight Show with Jay Leno" versuchte der US-Präsident zu erklären, warum Trump so schlecht auf ihn zu sprechen ist. "Wir sind in unserer Kindheit in Kenia ständig aneinander geraten", behauptete Obama. Trump habe dabei oft den Kürzeren gezogen. "Ich hatte gedacht, nach unserem Umzug in die USA sei die Sache erledigt."

Nicht nur Donald Trump, auch die vierjährige Abigael hat genug vom US-Präsidenten. Sie kann das ganze Wahlkampfgetöse von "Bronco Bamma" – wie sie den Demokraten nennt – und Mitt Romney nicht mehr ertragen, sagt das kleine Mädchen unter Tränen.

Immerhin: Rettung ist in Sicht, tröstet ihre Mutter. Am Dienstag ist alles vorbei. Bis dahin aber treibt der Wahlkampf weiter verrückte Blüten. Eine weiteres Beispiel gefällig? Mit Spannung blicken Sport- und Politikreporter am Sonntag ins "FedExField", dem Stadion der Washington Redskins. Das Spiel der heimischen Footballmannschaft gegen die Carolina Panthers könne nämlich Aufschluss darüber geben, wer am Dienstag gewählt werden, behaupten die Kollegen allen Ernstes. Sie verweisen auf die Statistik.

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