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USABernie Sanders kündigt Kandidatur für Präsidentschaftswahl an

2016 war Bernie Sanders in den Vorwahlen nur knapp gescheitert. Doch diesmal ist vieles anders. Der linke Flügel der Demokraten ist umkämpft wie lange nicht mehr. Und andere sind jünger und frischer als er. 19.02.2019 - 16:28 Uhr

Bernie Sanders bewirbt sich erneut um das Amt des Präsidenten.

Foto: dpa

Der unabhängige US-Senator Bernie Sanders hat seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahlen angekündigt. Der 77-Jährige sagte am Dienstag einem Radiosender in seinem Heimatstaat Vermont, er werde erneut bei den Vorwahlen der Demokratischen Partei antreten. Bei der letzten Wahl war er knapp an Hillary Clinton gescheitert, die letztlich für die Demokraten gegen den republikanischen Kandidaten Donald Trump antrat und verlor.

Seine Ankündigung verband Sanders mit Kritik an Amtsinhaber Donald Trump. „Ich denke, der jetzige Bewohner des Weißen Hauses ist peinlich für unser Land“, sagte er dem Sender Vermont Public Radio. „Ich denke, er ist ein krankhafter Lügner.“ Zudem sei der derzeitige Präsident rassistisch, sexistisch, ausländerfeindlich und versuche, politisch damit zu punkten, dass er auf Minderheiten herumhacke.

„In unserem Wahlkampf geht es nicht nur um den Sieg gegen Donald Trump“, betonte Sanders in einer E-Mail an seine Unterstützer. „In unserem Wahlkampf geht es darum, das Land zu verändern und eine Regierung zu bilden, die auf den Prinzipien der wirtschaftlichen, sozialen, ethnischen und ökologischen Gerechtigkeit beruht.“ Mit Mitgliedern der Parteibasis und Aktivisten wolle er die Grundlage dafür schaffen.

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Sanders, der sich unter anderem für kostenlose Gesundheitsversorgung und gratis Universitäten einsetzt, hatte viele politische Beobachter und das demokratische Parteiestablishment mit seinen Erfolgen in den Vorwahlen 2016 überrascht. Auch damals fußte sein Erfolg auf einer Graswurzelbewegung, wie er sie auch diesmal wieder mobilisieren will. Sanders bat um Unterstützung und Spenden von mindestens einer Millionen Menschen für seine Kampagne.

Auch wenn Sanders letztlich in den demokratischen Vorwahlen gegen die gemäßigtere Clinton scheiterte, war sein Wahlkampf maßgeblich für den Linksruck verantwortlich, der die Demokratische Partei in der Ära Trump erfasst hat. Dieser hat aber auch einige Gegner von Sanders in den Reihen der Demokraten hervorgebracht, die ähnliche Ideen vertreten wie er, aber von vielen in der Partei als jünger und frischer wahrgenommen werden als der 77-jährige Langzeitsenator.

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Ihre Kandidatur angekündigt haben bisher die Senatoren Kamala Harris, Cory Booker, Amy Klobuchar und Kirsten Gillibrand. Mit Spannung wird erwartet, ob auch der demokratische Shootingstar Beto O'Rourke seinen Hut in den Ring werfen wird. Daneben gibt es noch einige Kontrahenten mit ähnlicher Erfahrung wie Sanders, etwa Elizabeth Warren, die die gleichen Wählerschichten anspricht wie er. Auch der 76-jährige Ex-Vizepräsident Joe Biden könnte noch ins Rennen einsteigen.

Die kommenden parteiinternen Vorwahlen der Demokraten beginnen Anfang 2020. Elf Demokraten haben ihren Hut bereits in den Ring geworfen, weitere stehen in den Startlöchern. Es könnte das größte Bewerberfeld in der Geschichte der Partei werden. Bei den Republikanern hat bislang nur Trump erklärt, dass er wieder antritt.

AP, dpa
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