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USA Blizzard legt Osten der USA lahm

In vielen US-Bundesstaaten wurde der Notstand ausgerufen, die Menschen wurden dazu aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben. Der Osten der USA versinkt im Schnee-Chaos.

Washington DC Quelle: dpa

Ein starker Schneesturm hat den Osten und Süden der USA lahmgelegt. Bis Samstag wurden rund 7600 Flüge gestrichen, sieben Staaten erklärten den Notstand. Schulen und Behörden blieben geschlossen, Konzerte wurden abgesagt. Die Bürger wurden aufgefordert, nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Vor allem die Hauptstadt Washington rüstete sich für einen „Monster-Sturm“ mit vorhergesagtem Neuschnee von bis zu 60 Zentimetern bis Sonntag. Bei Verkehrsunfällen kamen mindestens acht Menschen ums Leben.

Nach Angaben des Nationalen Wetterdiensts könnte der Sturm regional zu den Top 20 der schwersten Blizzards aller Zeiten gehören. Behördenchef Louis Uccellini sagte, der Sturm könnte mehr als 50 Millionen Menschen betreffen und leicht mehr als eine Milliarde Dollar an Schäden verursachen. Das gesamte östliche Drittel der USA könnte lahmgelegt werden, sagte Uccellini.

Die größten Naturkatastrophen der letzten Jahre
HagupitTaifun „Hagupit“ tobt mit heftigen Winden und starken Regenfällen auf den Philippinen. Nur quälend langsam zieht der Sturm Richtung Westen und hinterlässt im Durchzugsgebiet erhebliche Zerstörung. Millionen Menschen waren ohne Strom. Nach einer ersten Bilanz der Katastrophenbehörden machten sich die Massenevakuierungen aber bezahlt. Allerdings sei eine Frau in Catarman auf der Insel Samar ertrunken, teilten sie mit. Zwei weitere Todesopfer wurden gemeldet, diese hatten aber nicht unmittelbar mit dem Taifun zu tun. Unter ihnen war ein Mädchen, das nach hohem Fieber in einem Notaufnahmelager starb. Zwei Menschen seien verletzt worden, als ein Baum auf ihr Moped stürzte. „Hagupit“ war in der Nacht zu Sonntag (Ortszeit) bei Dolores in Samar an Land gekommen. Quelle: dpa
HaiyanRund 110 Kilometer südlich bei Guiuan war Taifun „Haiyan“ am 8. November 2013 angekommen und hatte bei der Überquerung des Inselstaates in einer mehr als 100 Kilometer breiten Schneise schwere Verwüstungen angerichtet. 6300 Tote und fast 1000 Vermisste ließ der Sturm zurück. Nach „Haiyan“ hatten Zehntausende Überlebende tagelang vergeblich auf Hilfe gewartet. Quelle: AP
Zyklon EvanDer Zyklon Evan hat im Dezember 2012 im pazifischen Inselstaat Samoa Zerstörungen angerichtet. Sturmböen und starker Regen peitschten nach Angaben von Augenzeugen den ganzen Freitag über die Hauptstadt Apia. Dort hatte Evan innerhalb von 24 Stunden Hunderte Bäume entwurzelt und Strommasten umgerissen. Drei Menschen kamen Medienberichten zufolge ums Leben. Zwei von ihnen sind Kinder, die ein reißender Strom fortriss. Quelle: dapd
Hurrican SandyDer Wirbelsturm Sandy tobt im Oktober 2012 über den Osten der USA. Etliche Gebäude wurden zerstört, zwischenzeitlich viel in großen Teilen für mehrere Tage der Strom aus. Etwa 120 Menschen kamen ums Leben. Quelle: dapd
März 2011: Das schwerste Erdbeben in der Geschichte Japans und ein Tsunami haben Zerstörungen unabsehbaren Ausmaßes angerichtet. Experten sprechen bei dem Erdbeben, das mit einer Stärke von 8,9 das Land erschütterte, von einem der stärksten seit Menschengedenken. Das japanische Erdbeben ist jüngste Naturkatastrophe der vergangenen zehn Jahre. In Chile, Haiti, China, Indien und Pakistan kosteten Beben und Flutwellen immer wieder unzählige Menschenleben Quelle: dpa
August 2011: Während des heißen Sommers brennen in Russland große Flächen auf dem Land. Zwischenzeitlich brachen über 250 neue Feuer an nur einem Tag aus, 174.000 Hektar brannten nieder. Quelle: dpa
Erst kürzlich am 22. Februar 2011 erschütterte ein Erdbeben in der zweitgrößten neuseeländischen Stadt Christchurch die Erde. Etwa 10.000 Häuser sind nach dem Beben abbruchreif, 100.000 weitere beschädigt. Bislang wurden 166 Tote geborgen. Quelle: dpa

Der Meteorologe Paul Kocin verglich den Blizzard mit „Snowmageddon“ - einem, der 2010 Washington heimgesucht hatte. Für die Stadt Philadelphia wurden rund 30 bis 46 Zentimeter Schnee prognostiziert, in New York wurde mit etwa 20 bis 30 Zentimetern gerechnet. In den Staaten North Carolina, Virginia, Maryland, New Jersey, Pennsylvania und Tennessee sowie im Hauptstadtbezirk wurde der Ausnahmezustand erklärt.

In Washington sollte bis Sonntag der U-Bahn-Verkehr ganz eingestellt werden. New York setzte 1000 Schienenarbeiter ein, um die dortige U-Bahn am Laufen zu halten. Insgesamt sollten rund 15 Prozent aller US-Flüge am Freitag und Samstag ausfallen, wie der Trackingdienst FlightAware ermittelte. Bis Sonntagnachmittag soll sich der Flugverkehr dann wieder normalisieren. Millionen von Menschen deckten sich mit Vorräten ein.

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