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USA Demokraten fordern Einsicht in private Nachrichten von Ivanka Trump

Der Tochter des US-Präsidenten wird vorgeworfen, persönliche Konten für geschäftliche Zwecke genutzt zu haben. Auch ihr Ehemann Jared Kushner ist betroffen.

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Washington Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses will persönliche E-Mails und Text-Nachrichten von Ivanka Trump und ihrem Mann Jared Kushner einsehen, die für geschäftliche Mitteilungen genutzt worden sind. Der demokratische Vorsitzende des Ausschusses, Elijah Cummings, sagte, man habe „direkte Beweise“ erhalten, dass die Tochter des US-Präsidenten und sein Schwiegersohn sowie andere ranghohe Berater verbotenerweise persönliche Konten für offizielle Geschäftsbelange benutzt hätten. Der Ausschuss stimmte am Donnerstag für die Beschaffung der Nachrichten.

Cummings sagte, Ivanka Trump habe private E-Mail-Konten für Geschäftliches benutzt, während Kushner die Nachrichten-App WhatsApp benutzt habe. Beide sind ranghohe Berater des Weißen Hauses.

Ivanka Trump hatte im vergangenen Jahr einen Vergleich ihres Vorgehens mit der privaten E-Mail-Nutzung der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton abgelehnt. Wegen Clintons Vorgehen gab es eine FBI-Untersuchung. Als Außenministerin hatte Clinton Tausende E-Mails mit Hilfe eines privaten Servers in ihrem Zuhause in Chappaqua versandt. Das FBI entdeckte geheime Informationen als Inhalt von E-Mails, gegen Clinton wurde aber keine Anklage erhoben.

Bei den Republikanern wurde die geplante Beschaffung der Nachrichten als unnötig beschrieben. Ivanka Trump und Kushner arbeiteten mit dem Ausschuss zusammen, hieß es. Der republikanische Abgeordnete Jim Jordan vom Ausschuss sagte, die Demokraten seien frustriert, nachdem Anhörungen mit dem früheren Sonderermittler Robert Mueller am Mittwoch nicht dazu beigetragen hätten, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump einzuleiten.

Die Zeitung „The Washington Post“ hatte berichtet, dass Ivanka Trump Hunderte E-Mails über Regierungsangelegenheiten von einem privaten E-Mail-Konto an Berater des Weißen Hauses, Kabinettsmitglieder und ihre Assistenz geschickt habe. Viele dieser Mitteilungen hätten gegen Regeln für öffentliche Dokumente verstoßen.

Mehr: Der Sonderermittler der Russland-Affäre hält eine spätere Anklage gegen Trump für möglich. Im US-Kongress warnte er eindringlich vor den Gefahren Russlands.

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