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USA-Japan-Gipfel in Florida Trump und Abe diskutieren über Handelsfragen – sowie Kim Jong Un

Nordkorea und Handelsfragen stehen im Mittelpunkt des Treffens von Trump und Japans Regierungschef Abe in Florida. Auch das TPP ist ein Thema.

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Japans Ministerpräsident Shinzo Abe beim Essen mit US-Präsident Donald Trump in Florida. Quelle: AP

Mar-a-Lago US-Präsident Donald Trump und Japans Ministerpräsident Shinzo Abe wollen die Handelsgespräche zwischen den beiden Ländern intensivieren. Beide Seiten seien sich einig, Gespräche über freie, faire und auf Gegenseitigkeit beruhende Handelsabkommen aufzunehmen, sagte Abe am Mittwoch bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump.

Das transpazifische Freihandelsabkommen TPP sei für beide Länder am besten geeignet, erklärte Abe weiter. Wie der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Lawrence Kudlow, gegenüber US-Medien sagte, seien die Gespräche aber nicht durchweg einfach gewesen. „Das Mittagessen war schwierig“, so Kudlow.

Trump bekräftigte vor allem, er ziehe bilaterale Gespräche vor, um ein Abkommen zum Abbau des US-Handelsdefizits zu erzielen. Trump wirft Ländern wie Japan, China und Deutschland vor, auf Kosten der USA hohe Handelsbilanzüberschüsse zu erwirtschaften.

Beim Treffen mit Abe wurde auch ein mögliches Treffen von US-Präsident Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un thematisiert. Es werde alles dafür getan, um sein Treffen mit Kim zu einem „weltweiten Erfolg“ zu machen, sagte Trump. Wenn das Treffen aber nicht fruchtbar zu werden verspreche, werde er es „voller Respekt verlassen“, sagte Trump .

„Es ist ein historischer Moment, und möglicherweise sogar mehr als das - wenn es denn klappt“, sagte Trump zu einem Treffen mit Kim. Er hoffe, dass Süd- und Nordkoreaner in Sicherheit, Frieden und Wohlstand zusammenleben könnten. Außerdem setzten sich die USA unablässig dafür ein, drei in Nordkorea festgehaltene Amerikaner freizubekommen.

„Wir haben mit Nordkorea viel hinter uns“, sagte Trump. Frühere Präsidenten hätten das Problem lösen müssen. Erneut dankte Trump Chinas Präsident Xi Jinping für dessen Einsatz in der Koreafrage.

Ein Treffen Trumps und Kims steht seit einigen Wochen für Ende Mai im Raum. Am Vortag hatte Trump den frühen Juni als möglichen Zeitraum genannt. Für das Treffen würden fünf Orte erwogen, hatte Trump gesagt.

Abe sagte: „Nordkorea sollte nicht belohnt werden, nur weil es zu einem Dialog bereit ist. Der maximale Druck sollte aufrechterhalten werden.“ Wenn Nordkorea den richtigen Weg einschlage, sei es aber möglich, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Abe dankte Trump für die sehr enge Partnerschaft der USA zu Japan.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat sich unterdessen bereit erklärt, für eine Überprüfung von nordkoreanischen Atomanlagen bereit zu stehen, sollte es dazu eine Verständigung zwischen den USA und dem asiatischen Land geben.

Die Inspektoren könnten innerhalb von Wochen ihre Arbeit aufnehmen, wenn sie den entsprechenden Auftrag bekämen, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano der „Süddeutschen Zeitung“. Dafür sei aber „eine stabile, eindeutige Vereinbarung“ erforderlich.

Falls ein Deal zur Abrüstung des nordkoreanischen Atomprogramms zustande komme, sei die Demontage der entsprechenden Anlagen aus seiner Sicht nicht schwierig: „Das hängt vom politischen Willen ab, technisch ist das möglich“, sagte Amano.

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