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USA Motorrad-Besitzer wollen laut Trump Harley-Davidson boykottieren

Harley-Davidson will Teile der Produktion ins Ausland verlagern. Der US-Präsident droht, dass das Unternehmen deswegen Kunden verlieren wird.

New YorkUS-Präsident Donald Trump hat im Handels- und Zollstreit erneut den amerikanischen Motorradhersteller Harley-Davidson angegriffen. „Viele“ Besitzer entsprechender Motorräder planten, den Konzern bei einer Produktionsverlagerung ins Ausland zu boykottieren, schrieb Trump am Sonntag bei Twitter.

Am Vortag hatte er sich mit rund 180 Motorradbegeisterten in seinem Golfclub in New Jersey getroffen, die der Fangruppe „Bikers for Trump“ angehören. Harley-Davidson reagierte nicht auf eine Bitte um einen Kommentar.

Der Hersteller hatte im Juni angekündigt, die Produktion von Motorrädern, die in Europa verkauft werden, außerhalb der Vereinigten Staaten anzusiedeln. Der Konzern machte dafür die Vergeltungsmaßnahmen der Europäischen Union verantwortlich, die diese als Reaktion auf Trumps Strafzölle auf EU-Produkte verhängt hatte. Danach hatte sich Trump erbost über die Kult-Firma aus Milwaukee gezeigt und ihr vorgeworfen, die Steuern nur als Ausrede zu benutzen.

Im vergangenen Jahr verkaufte Harley-Davidson fast 40.000 Motorräder in der EU. Europa ist damit laut Unternehmensangaben nach den USA der zweitwichtigste Absatzmarkt.

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