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USA Pentagon kündigt vor Putin-Gipfel weitere Militärhilfe für Ukraine an

150 Millionen US-Dollar wollen die USA für die Ukraine zur Verfügung stellen. Putin und Biden werden kommenden Mittwoch aufeinander treffen.

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Wenige Tage vor dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Joe Biden und seinem russischen Kollegen Wladimir Putin hat das Pentagon weitere Militärhilfe im Umfang von 150 Millionen US-Dollar für die Ukraine angekündigt. Die USA sagten Russlands Nachbarstaat unter anderem Artillerieaufklärungsradare, Systeme zur Erkennung von Drohnen und abhörsichere Kommunikationsausrüstung zu, wie aus einer Mitteilung am Freitag hervorging.

Die Militärhilfe ist im US-Verteidigungshaushalt vorgesehen. Sie umfasst nach Angaben des Pentagons auch das Training, die Ausrüstung und die Beratung der ukrainischen Streitkräfte - um ihnen zu helfen, die Grenzen des Landes zu sichern.

Bei dem 150-Millionen-Paket handele es sich um die verbleibenden Mittel, die der US-Kongress im laufenden Fiskaljahr (bis 30. September) zur Unterstützung der Ukraine bewilligt habe. Im März hatte das Pentagon bereits Militärhilfen im Umfang von 125 Millionen US-Dollar angekündigt.

Nach Angaben der US-Regierung beläuft sich der Gesamtumfang der Militärhilfe an die Ukraine seit 2014 auf mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar. Russland hatte sich 2014 die Krim mit ihren mehr als zwei Millionen Einwohnern einverleibt.

Biden und Putin kommen am 16. Juni in Genf zusammen. Es ist das erste Treffen seit Bidens Amtsantritt und fällt in eine Zeit großer Spannungen zwischen den USA und Russland. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte vor einer Woche in einem Interview gesagt, er hätte sich angesichts des andauernden Ukraine-Konflikts gewünscht, dass sich Biden vor dem Gipfel mit Putin bei einem persönlichen Treffen mit ihm abgestimmt hätte.

Stattdessen telefonierten Biden und Selenskyj am Montag. Nach Angaben des Weißen Hauses betonte Biden, dass er für die territoriale Integrität der Ukraine einstehen werde. Zudem hat er Selenskyj für den Sommer ins Weiße Haus eingeladen.

Mehr: Die Kanzlerin fliegt am 15. Juli nach Washington. Ein wichtiges Thema wird der Streit um die Nord-Stream-2-Pipeline sein, die das transatlantische Verhältnis schwer belastet.

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