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USA Republikaner McConnell gegen Entschädigung für Nachfahren von Sklaven

Der Mehrheitsführer im Senat ist der Ansicht, die Nation habe mit der Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten bereits für die „Sünde der Sklaverei“ bezahlt.

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Der Mehrheitsführer der Republikaner im US-Senat ist gegen eine Entschädigung von Nachfahren von Sklaven. Quelle: AP

Washington Eine Debatte über die Entschädigung von Nachkommen von Sklaven nimmt in den USA Fahrt auf. Dass in seiner Familiengeschichte Sklavenbesitz vorgekommen sei, ändere seine Meinung zu den etwaigen Entschädigungen nicht, bekräftigte der Top-Republikaner Mitch McConnell am Dienstag. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und verglich seine Ansichten mit denen von Ex-Präsident Barack Obama: Auch dieser sei gegen Entschädigungen gewesen, obwohl sie beide Nachkommen von Sklavenbesitzern seien.

NBC News nutzte in dieser Woche Unterlagen aus Volkszählungen, um zu zeigen, dass zwei von McConnells Ururgroßvätern vor dem Bürgerkrieg Sklaven hielten. Berichten zufolge hat Obama weiße Vorfahren, die Sklavenbesitzer waren.

Die Demokraten im Repräsentantenhaus überlegen an einem Gesetzentwurf, der mögliche Entschädigungen für Sklaverei prüfen soll. Mitte Juni griff der demokratische Präsidentschaftskandidat Beto O'Rourke das Thema bereits auf, als er sagte, er wolle eine Kommission zu dem Thema ins Leben rufen. „Wir müssen dieses Land von seinem Ursprung her reparieren, von der Entführung von Menschen aus Westafrika, sie als Leibeigene hierherzubringen, bis hin dazu, dass sie den Wohlstand der Vereinigten Staaten aufgebaut haben.“

McConnell, der republikanische Mehrheitsführer im Senat, sagte im vergangenen Monat dagegen, aus seiner Sicht seien Entschädigungen keine gute Idee für etwas, das vor 150 Jahren geschehen sei und für das niemand, der heute lebe, verantwortlich sei. Die Nation habe für „die Sünde der Sklaverei“ bezahlt, indem sie Obama zum Präsidenten gewählt habe.

Mehr: Rassismus-Vorwürfe: Nike stoppt Verkauf von Sportschuhen mit alter US-Flagge.

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