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USA Trump unterzeichnet erste Anordnungen

Donald Trump ist als 45. Präsident der USA vereidigt worden. In seiner Antrittsrede kündigte er ein hartes Vorgehen gegen islamische Extremisten an. Der Tag im Überblick.

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Schockwellen nach der Trump-Rede
Zum Abschluss der Vereidigungsfeierlichkeiten haben Donald und Melania Trump am Freitagabend ihre ersten Runden als „First Couple“ der USA auf dem Tanzboden absolviert. Der frischgebackene US-Präsident schwenkte seine First Lady auf dem „Liberty Ball“ in Washington zu den Klängen des Sinatra-Songs „My Way“ - offensichtlich eine Bekräftigung seiner politischen Botschaft, Washington unbeirrt umzukrempeln. Melania kam in einem hell cremefarbenen schulterfreien hochgeschlitzten Kleid. „Nun, wir haben es geschafft“, sagte der 70-jährige Trump, bevor er seine 24 Jahre jüngere Frau aufs Parkett führte. Insgesamt standen drei Bälle an, bevor sich Trump und Melania zu ihrer Nachtruhe ins Weiße Haus zurückziehen konnten. Quelle: dpa
Während der Tag des neuen Staatsoberhaupts mit einer Andacht in der National Cathedral beginnt, wollen in der Hauptstadt Hunderttausende zum Anti-Trump-Protest zusammenkommen. Es wird wohl eine der größten Demonstrationen in den USA seit vielen Jahren werden. Für den „Marsch der Frauen“ am Samstag werden zwischen 200 000 und einer halben Million Teilnehmern erwartet. Der Protest richtet sich gegen Frauenfeindlichkeit, Gewalt, Rassismus, Homophobie und religiöse Intoleranz. Eingeladen sind ausdrücklich auch Männer. Trump hatte sich wiederholt extrem abfällig über Frauen geäußert. Zunächst sind nahe des Kapitols Reden geplant. Quelle: AP
Der frisch vereidigte Präsident der USA ist während der Parade zur Amtseinführung mehrfach aus der Präsidentenlimousine ausgestiegen und ein Stück des Weges zum Weißen Haus zu Fuß gelaufen. Begleitet wurde der 70-jährige Republikaner am Freitagnachmittag von seiner Frau Melania. Die Autokolonne bewegte sich vom Kapitol zum Regierungssitz im Schritttempo. Den Weg säumten Schaulustige und Anhänger. Quelle: AP
Donald Trump wird im Kapitol von Kongressabgeordneten und Mitgliedern seiner Familie umringt. Quelle: dpa
Trump hat dort seine ersten Anordnungen im Amt unterzeichnet. Es handelte sich um die formalen Nominierungen für sein Kabinett. Quelle: REUTERS
Nach seiner Vereidigung als neuer Präsident der USA hat Trump auf den Stufen des Kapitols in Washington eine Militärparade abgenommen. Quelle: REUTERS
Auf vielen Bildern von der Amtseinführung von Präsident Donald Trump wirkt die ehemalige First Lady Michelle Obama angespannt, genervt und traurig. Quelle: REUTERS

Die wohl wichtigste Demokratie der Welt feiert ihr Hochamt: Donald Trump hat vor dem festlich geschmückten Kapitol in Washington seinen Amtseid abgeleistet und übernimmt den Staffelstab von Barack Obama. Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten ist im Amt - und alles soll anders werden. Daran lässt Trump keinerlei Zweifel. „Amerika zuerst!“, ruft er bei seiner Antrittsrede, sogar zwei mal hintereinander.

Die Rede ist ein 16 Minuten langer Schlussstrich unter das Amerika Obamas, auch wenn er seinem Vorgänger höflich dankte. „Wenn Amerika vereint ist, dann ist Amerika unaufhaltsam.“ In den Hauptstädten im Ausland horchte man auf, manch ein Regierungschef reagierte besorgt.

„Das ist euer Moment, das ist euer Tag. Die USA sind euer Land“, ruft Trump dem Volk zu. Seine Anhänger jubeln, andere schütteln den Kopf, auf den Straßen kommt es zu Protesten und Ausschreitungen. Die Polizei nimmt mindestens 95 Menschen fest.

Derweil löschen seine Leute alle Inhalte der Obama-Administration von der Website des Weißen Hauses. Schnell werden die ersten Pläne für Trumps Amtszeit auf der Internetseite veröffentlicht. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Trumps Amerika: Die Pläne des neuen US-Präsidenten

Fast aus dem Nichts hat Trump ein Kabinett zusammengezimmert, eine Mischung aus erfahrenen Haudegen und Seiteneinsteigern. Trump betont, es sei das intelligenteste Kabinett der US-Geschichte, gemessen am IQ. Über die moralische, ethische, fachliche Rechtfertigung sagt das nichts.

Wie der Tag von Donald Trumps Vereidigung im Einzelnen ablief, können Sie nachfolgend noch einmal lesen:

Trump unterzeichnet erste Anordnungen

Der neue US-Präsident Donald Trump hat seine ersten Anordnungen im Amt unterzeichnet. Es handelte sich um die formalen Nominierungen für sein Kabinett. Darunter war auch die Sonderregelung für seinen Verteidigungsminister James Mattis. Der Kongress hatte einer Ausnahmegenehmigung zustimmen müssen, damit der pensionierte Vier-Sterne-General den Posten inne haben kann. Ex-Militärs müssen eigentlich eine sieben Jahre lange Pause nach dem aktiven Dienst einlegen, um an der Spitze des Pentagons stehen zu können. Mattis ging 2013 in den Ruhestand. Der US-Senat wird nun voraussichtlich am Freitag darüber abstimmen, ob er Mattis bestätigen will.

Donald Trump unterzeichnet erste Anordnungen. Quelle: AP

Einem Sprecher zufolge bat Trump bei der kleinen Zeremonie den Senat um die Bestätigung seiner Minister und rief zu einem nationalen Tag des Patriotismus auf. Auf der Website des Präsidialamts wurde derweil bereits die Absicht wiederholt, Obamas Klimapolitik aufzuheben.

Donald Trump vereidigt

Die Amtseinführung des künftigen US-Präsidenten ist vollzogen, Trump wurde als 45. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Der 70 Jahre alte Republikaner legte am Freitag auf den Stufen in Washington vor dem Obersten Verfassungsrichter John Robert den Amtseid ab. Missouris Senator Roy Blunt eröffnete die Vereidigungszeremonie am Freitagvormittag (Ortszeit) auf dem Capitol Hill in Washington mit einer kurzen Ansprache.

Donald Trump legt seinen Eid ab. Quelle: REUTERS

Das Programm startete leicht verzögert. Zuvor wurde Mike Pence als Vizepräsident vereidigt. Hunderttausende wohnen der Zeremonie bei. Trump hatte angekündigt, noch am selben Tag erste Erlasse zu unterzeichnen, um Teile der Politik seines Vorgängers Barack Obama aufzuheben.

Antrittsrede: „America first - Amerika zuerst“

In seiner anschließenden gut 20-minütige Antrittsrede übte Trump scharfe Kritik am politischen Establishment in der US-Hauptstadt. Er plädierte an seine Mitbürger, "die USA für das ganze Volk wieder aufzubauen". Die Macht soll von Washington an das Volk zurückgegeben werden.

Trump monierte, dass Politiker zu lange im Wohlstand gelebt hätten, während Jobs verloren gingen und Fabriken schließen mussten. Trump kritisiert, es seien Billionen Dollar in Übersee ausgegeben worden, während in der Heimat die Infrastruktur gelitten habe.



Er kündigte an, amerikanische Jobs davor zu schützen, von anderen Ländern abgezogen zu werden. In jedem Teil des Landes solle nun eine neue Vision das Land regieren: „Amerika zuerst - Amerika zuerst“. Jede Entscheidung werde dieser Maxime gehorchen, ob in der Wirtschaft oder der Außenpolitik. „Ich werde mit jeder Faser meines Herzens kämpfen. Ich werde Euch niemals im Stich lassen.“

Der frisch vereidigte US-Präsident dankte seinem Vorgänger Obama und dessen Frau Michelle für deren Hilfe beim Regierungswechsel. Beide seien „großartig“ und „großzügig“ gewesen, sagte Trump. Zudem dankte er „den Menschen der Welt“ und kündigte an, dass er und die Amerikaner den Kurs des Landes gemeinsam für viele weitere Jahre bestimmen würden.

Donald Trump ist der 45. US-Präsident

Trump sagt, die USA hätten viel zu lange unter Verbrechen, Drogen und Bandenkriminalität gelitten. "Dieses amerikanische Gemetzel hört heute auf." Trump appellierte an die Solidarität der Amerikaner. Er sagte, wenn Amerika vereint sei, sei es nicht aufzuhalten. „Wir werden ungleich größer träumen“, sagte Trump. Die Zeit leeren Geredes sei vorbei. „Nun ist die Stunde des Handelns gekommen.“ Niemand solle sich einreden lassen, dass das nicht zu schaffen sei. Amerika müsse seine Teilung überwinden. „Ob wir weiß oder schwarz sind, uns alle eint das rote Blut der Patrioten.“ Er kündigte ein hartes Vorgehen gegen islamische Extremisten an. „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“.

"Ihr werdet nie wieder ignoriert werden"
„Dieser Moment ist euer Moment. Er gehört euch. Das ist euer Tag, das ist eure Feier.“ Die vollständige Antrittsrede Trumps können Sie >> hier noch einmal im Wortlaut nachlesen. Quelle: REUTERS
"Vom heutigen Tag an wird eine neue Vision unser Land regieren. Vom heutigen Tag an wird es nur noch Amerika zuerst heißen, Amerika zuerst." Quelle: REUTERS
„Wenn Amerika vereint ist, ist es absolut nicht aufzuhalten. Gemeinsam werden wir für viele, viele Jahre den Kurs Amerikas und der Welt bestimmen.“ Quelle: dpa
Zehn Millionen von Amerikanern seien Teil einer historischen Bewegung, „die die Welt noch nie gesehen hat“. Quelle: AP
„Wenn man sein Herz für Patriotismus öffnet, gibt es keinen Platz für Vorurteile.“ Quelle: REUTERS
„An alle Amerikaner (...), hört diese Worte: Ihr werdet nie wieder ignoriert werden.“ Quelle: REUTERS
Trump versprach, den radikalislamischen Terrorismus weltweit auszulöschen: „Wir werden die zivilisierte Welt gegen den radikal-islamistischen Terrorismus vereinen, der völlig vom Antlitz der Erde verschwinden wird“ Quelle: REUTERS

Wenige Stunden vor der Amtsübergabe hatten Obama und seine Frau Michelle das Ehepaar Trump im Weißen Haus empfangen. Die Obamas begrüßten ihre Nachfolger am North Portico, dem säulengesäumten Eingang an der Pennsylvania Avenue. Trump trug einen schwarzen Anzug mit roter Krawatte, Melania war ganz in leuchtendes Himmelblau gewandet. Obama sagte Trump, es sei gut, ihn zu sehen. Melania hatte ein Geschenk für Michelle dabei. Als die künftige First Lady ihre Vorgängerin per Handschlag begrüßen wollte, wurde sie von Michelle umarmt.

Barack und Michelle Obama posieren mit Donald Trump und seiner Frau Melania vor dem Weißen Haus in Washington. Quelle: AP

Die Reaktion der Märkte

Die US-Börsen haben verhalten reagiert. Unmittelbar nach der Rede gaben die Indizes einen Teil ihrer moderaten Gewinne ab. "Nach seiner Rede gibt es Sorgen über seine künftige Handelspolitik", sagte Jamie Cox von der Harris Financial Group. Dies sei wahrscheinlich der wichtigste Bereich, in dem Trump seine Rhetorik dämpfen müsse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,5 Prozent höher bei 19.827 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 0,3 Prozent auf 2271 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte 0,3 Prozent auf 5555 Punkte. Im Wochenvergleich gab der Dow 0,3 Prozent nach, der S&P 0,2 Prozent und der Nasdaq 0,3 Prozent.

Dem Dax hatt die anstehende Amtseinführung keinen Schwung gegeben. Der deutsche Leitindex legte um 0,29 Prozent auf 11.630,13 Punkte zu, womit sich auf Wochensicht praktisch keine Veränderung ergibt. Ein Händler sagte, der Dax stabilisiere sich auf hohem Niveau und warte nun auf neue Impulse.

Trump habe hinsichtlich Steuersenkungen und Investitionen in die Infrastruktur sehr hohe Erwartungen geschürt - jetzt gehe es um die Frage, ob er diese erfüllen könne, kommentierte Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Der MDax der mittelgroßen Unternehmen rückte zum Wochenschluss um 0,05 Prozent auf 22.645,26 Zähler vor. Der Technologiewerte-Index TecDax sank um 0,04 Prozent auf 1835,82 Punkte.

Proteste in Washington - Polizisten verletzt

Die Polizei in Washington hat nach gewaltsamen Ausschreitungen gegen den neuen US-Präsidenten Donald Trump mindestens 95 Menschen festgenommen. Das bestätigte ein Polizeisprecher. An einer Kreuzung, die einige Blocks von der Route der Parade entfernt liegt, stieß die Polizei am Nachmittag (Ortszeit) erneut mit Demonstranten zusammen. Laut Medienberichten warfen sie Steine. Die mit Helmen und Schilden ausgestatteten Einheiten drängten eine Gruppe zurück und versuchte, sie zu zerstreuen.

Insgesamt spiegelt dieser auf eine Kreuzung begrenzte Zusammenstoß aber nicht Stimmung und Lage nach der Vereidigung Donald Trumps wider, die von Hunderttausenden besucht wurde und ganz überwiegend friedlich war. Leichtere Zusammenstöße hat es auch bei früheren Eideszeremonien und anschließenden Paraden gegeben.

Polizisten halten einen Demonstranten fest, der Menschen daran hindern wollte, zu den Feierlichkeiten zur Amtseinführung Trumps zu gelangen. Quelle: dpa

Zuvor hätten Demonstranten Autos und Geschäfte beschädigt und kleine, vereinzelte Feuer gelegt, teilte die Polizei am Freitag über Twitter mit. Sie seien mit Brecheisen und Hämmern bewaffnet gewesen. Die Sicherheitskräfte setzten nach eigenen Angaben Pfefferspray ein. Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden. Demonstranten gelang es, einen Zuschauerzugang zur Mall zu blockieren.

Für Samstag war ein großer Marsch für die Rechte von Frauen geplant. Washingtons Heimatschutzminister Christopher Geldart sagte, 100 Busse seien registriert, um an dem Tag in der Stadt zu parken. Das könnte bedeuten, dass allein per Bus fast 100.000 Menschen anreisen werden.

Sigmar Gabriel: Trump selbstbewusst gegenübertreten

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat die Europäer nach der Amtsübernahme zum Zusammenhalt aufgerufen. Trumps Wahl sei das "Ergebnis einer schlimmen Radikalisierung in der amerikanischen Gesellschaft", sagte der SPD-Chef im ZDF. Die erste Lehre, die man daraus ziehen müsse, sei, dass man in Deutschland und in Europa eine solche Radikalisierung verhindern müsse. Wer sage, man müsse abwarten, so schlimm werde es nicht kommen, irre, mahnte Gabriel. "Der meint es bitterernst. Das waren heute hoch nationalistische Töne", sagte der SPD-Chef zur Antrittsrede Trumps. "Der meint es wirklich ernst, und ich glaube, wir müssen uns warm anziehen."

An die Adresse Deutschlands und der EU sagte der Vize-Kanzler: "Wir dürfen weder unterwürfig sein noch Angst haben." Deutschland sei ein starkes Land, Europa ein starker Kontinent. Die Lehre für Europa sei, dass man mehr zusammenhalten müsse. "Wir müssen als Europäer zusammenstehen, und wir müssen auch beinhart unsere Interessen definieren und vertreten." Mit Blick auf die von Trump angedrohten Handelshemmnisse forderte Gabriel eine Strategie, die auf Asien und China gerichtet sei. "Da haben wir auch neue Chancen."

Merkel ruft Trump zu respektvollem Umgang auf
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier schrieb in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag", mit Trumps Wahl sei die alte Welt des 20. Jahrhunderts endgültig vorüber. Er setze darauf, "dass wir in Washington aufmerksame Zuhörer finden, die wissen, dass auch große Länder Partner brauchen in dieser Welt, und die bereit sind, ihren Weg gemeinsam mit guten Freunden und bewährten Bündnispartnern zu gehen". Wichtig für Deutschland seien Freihandel, Austausch und das Zusammenstehen gegen Extremismus und Terrorismus. Quelle: dpa
Japans Regierungschef Shinzo Abe gratulierte Trump „von Herzen“ und freute sich auf Zusammenarbeit, um „Frieden und Wohlstand der Asien-Pazifik Region sicherzustellen und verschiedene Herausforderungen, denen sich die internationale Gemeinschaft gegenübersieht, anzugehen“. Er freue sich darauf, die „standhafte Beziehung zwischen Japan und den Vereinigten Staaten weiter zu stärken“, basierend auf der Beziehung von Vertrauen zwischen uns“, schrieb Abe an Trump. Er wünsche ihm „großen Erfolg“. Quelle: AP
Bundeskanzlerin Angela Merkel pocht nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump auf die Einhaltung internationaler Regeln und einen respektvollen Umgang miteinander. Am besten sei es für alle, wenn es ein "regelbasiertes, auf gemeinsamen Werten beruhendes, gemeinsames Agieren" gebe, sagte Merkel am Samstag nach einer Klausurtagung der baden-württembergischen CDU im Kloster Schöntal. Dies gelte etwa für die internationale Wirtschafts- und Handelsordnung. Auch im Bereich der Verteidigung müssten im Rahmen bestehender Bündnisse Beiträge geleistet werden. Darüber hinaus betonte Merkel, das transatlantische Verhältnis werde in den nächsten Jahren nicht weniger wichtig als es in der Vergangenheit gewesen sei. "Selbst wenn es unterschiedliche Meinungen gibt, sind Kompromisse, sind Möglichkeiten, immer dann am besten zu finden, wenn man eben in Respekt miteinander sich austauscht." Deutschland werde versuchen, im Rahmen seiner G20-Präsidentschaft dazu einen Beitrag zu leisten. Quelle: dpa
"Er (Trump) meint, dass alles, was gut für Amerika ist, getan werden muss. (.) Wir werden also seine Politik berücksichtigen. Zuerst kommt das, was gut für Bulgarien ist, dann (das, was) für die anderen Staaten (gut ist)", sagt der scheidende bulgarische Ministerpräsident Boiko Borissow zur Antrittsrede des neuen US-Präsidenten Donald Trump. Quelle: dpa
"Gratulation @realDonaldTrump. Ich wünsche Ihnen das Beste zu Ihrer Präsidentschaft. Hoffentlich können wir die transatlantischen Bande stark halten.“ In einem Schreiben an Trump zeigt sich Ministerpräsident überzeugt, dass die „tiefe und warme Freundschaft“ beider Länder „weiter blühen wird", sagte Lars Lokke Rasmussen, der dänische Ministerpräsident. Quelle: AP
Bundeswirtschaftsminister und SPD-Vorsitzender Sigmar Gabriel (SPD) Quelle: dpa
Israels Premier Benjamin Netanjahu Quelle: dpa

Weißes Haus überträgt Vereidigung live

Zur Feier in Washington werden etwa 900.000 Menschen erwartet. Für Freitag und Samstag haben etwa 30 Gruppen Demonstrationen angemeldet, zu denen etwa 270.000 Menschen kommen dürften, deutlich mehr als bei den Vereidigungen von früheren US-Präsidenten. Etwa 28.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Das Weiße Haus überträgt die Vereidigungs-Zeremonie live:



Hillary Clinton wohnt Vereidigung bei

Hillary Clinton, unterlegene Präsidentschaftskandidatin der US-Demokraten, ist zur Amtseinführung von Donald Trump am Kapitol eingetroffen. Sie wurde begleitet von ihrem Mann, Ex-Präsident Bill Clinton. Die 69-Jährige hatte die Präsidentschaftswahl am 8. November überraschend gegen Trump verloren. Laut eigenen Angaben kam Clinton aus Liebe zur Demokratie zu der Vereidigung ihres Rivalen. „Ich bin heute hier, um unsere Demokratie und ihre beständigen Werte zu ehren“, schrieb die Demokratin am Freitag auf Twitter. „Ich werde niemals aufhören, an unser Land und unsere Zukunft zu glauben.“

Hillary Clinton und ihr Ehemann und Ex-Präsident Bill Clinton nehmen an Trumps Vereidigungsfeier teil. Quelle: REUTERS


Obama bedankt sich bei US-Bürgern und nimmt Abschied

Der scheidende US-Präsident Obama hat sich auf dem offiziellen präsidialen Twitter-Nutzerkonto von seinen Followern verabschiedet. „Es ist die Ehre meines Lebens gewesen, Euch zu dienen“, schrieb Obama am Freitag auf dem @POTUS-Account. „Ich bitte Euch weiterhin darum, zu glauben - nicht an meine Fähigkeit, Wandel zu bringen, sondern an Eure. Ich glaube an Wandel, weil ich an Euch glaube.“

Gleichzeitig bat Obama seine Landsleute, ihre Gedanken zu seiner neuen Stiftung mitzuteilen. „Ich werde nicht aufhören. Ich werde als ein Bürger bei Euch sein, inspiriert durch Eure Stimmen der Wahrheit und Gerechtigkeit, guter Laune und Liebe.“



Der Twitter-Account @POTUS steht für Donald Trump bereit. Sekunden, nachdem der 70-Jährige in Washington den Amtseid als 45. US-Präsident abgelegt hatte, verschwanden die Beiträge und Fotos von Barack Obama von der Profilseite. Stattdessen zeigt sie nun ein Foto von Trump vor einer US-Flagge und dem Weißen Haus. Tweets waren dort zunächst nicht zu lesen. Berichten zufolge will Trump ohnehin seinen persönlichen Account @realDonaldTrump behalten. Seine oft harschen, wertenden Tweets unter dieser Adresse polarisieren. Obamas Tweets als Präsident wurden auf den Account @POTUS44 verschoben. Wer dem bisherigen Account @POTUS folgte, folgt automatisch @POTUS44, nicht aber dem neuen Trump-Account. Die Abkürzung POTUS steht für „President of the United States“.

Trump twittert vor Amtsübernahme

Trump stimmt seine Anhänger via Twitter auf seine Amtsübernahme ein. "Heute fängt alles an. Ich sehe Euch um 11.00 Uhr (17.00 MEZ) zur Vereidigung. Die Bewegung geht weiter - die Arbeit beginnt!"




Trump startet mit Gottesdienst in Tag seiner Amtseinführung

Wenige Stunden vor seiner Vereidigung hat der künftige US-Präsident Donald Trump einen Gottesdienst besucht. Am Freitagmorgen (Ortszeit) brach er gemeinsam mit seiner Ehefrau Melania im Gästehaus des US-Präsidenten, dem Blair House, in Richtung der St. John's Episcopal Church auf. Vor der Washingtoner Kirche wurden die Trumps von Pastor Luis León begrüßt. Auch der künftige Vizepräsident Mike Pence und seine Frau Karen waren bei dem Gottesdienst anwesend.

Donald Trump und seine Frau Melania treffen zum Gottesdienst ein. Quelle: AP

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