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USA Trump wütet erneut gegen Migranten und das FBI

„Alle haben Aids“ – das soll Donald Trump im Juni über Migranten in den USA gesagt haben. Außerdem wettert der US-Präsident via Twitter gegen den FBI-Vize. Der plant nun offenbar seinen Rückzug.

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West Palm Beach, Washington US-Präsident Donald Trump hat in mehreren Tweets den stellvertretenden FBI-Direktor und dessen Frau angegriffen. Andrew McCabes Frau Jill habe während laufender Ermittlungen gegen Hillary Clinton für ihre Kampagne 700 000 Dollar von „Clinton-Marionetten“ erhalten, schrieb Trump am Samstag (Ortszeit) auf Twitter. Kurz zuvor waren zudem Gerüchte über eine geplante Versetzung in den Ruhestand McCabes von seinem FBI-Posten lauter geworden. McCabe musste sich in dieser Woche bereits mehrere Stunden vor Ausschüssen wegen seiner Rolle während der Ermittlungen zu den Clinton-E-Mails verantworten.

Wie könne es sein, dass dem Mann, der neben Ex-FBI-Direktor James Comey, für die Untersuchungen zu den E-Mails der damaligen Außenministerin Hillary Clinton verantwortlich gewesen sei, Geld für die Kampagne seiner Frau gegeben werde, fragte Trump. Jill McCabe hatte 2015 für eine Senatskampagne 700 000 Dollar vom Gouverneur des US-Staats Virginia, Terry McAuliffe, und der demokratischen Partei des Staates erhalten. Das Geld wurde jedoch gespendet, bevor Andrew McCabe zum FBI-Vize ernannt wurde und damit eine wichtige Rolle in den Ermittlungen zu den Clinton-E-Mails einnahm.

Der stellvertretende FBI-Chef will sich einem Medienbericht zufolge nach der monatelangen Kritik bald von seinem Posten zurückziehen. McCabe plane den Schritt für Anfang 2018, berichtete die „Washington Post“ am Samstag. Sobald er im März das Anrecht auf sein volles Ruhestandsgeld erworben habe, wolle McCabe seinen Hut nehmen. Das FBI lehnte eine Stellungnahme ab.

Seit dem 1. Februar 2016 ist McCabe stellvertretender FBI-Direktor. Nach der Entlassung von FBI-Chef James Comey übernahm McCabe im Mai als kommissarischer Direktor bis Anfang August die Leitung der Bundespolizei. US-Präsident Donald Trump hatte McCabe im Zusammenhang mit den Untersuchungen über mögliche russische Einflussnahme auf die Präsidentenwahl kritisiert.

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