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USA und Saudi-Arabien Internationale Allianz forciert Waffenruhe im Jemen

Bis auf wenige Ausnahmen herrscht im Jemen seit Dezember Waffenstillstand. Die USA und Saudi-Arabien wollen diesen Frieden weiter vorantreiben.

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Die Waffenruhe ist fragil, hält aber weitestgehend – das wollen mehrere Staaten ausbauen. Quelle: dpa

Riad Die USA und Saudi-Arabien dringen darauf, die von den UN vermittelte Waffenruhe im Jemen weiter umzusetzen. US-Außenminister Mike Pompeo und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hätten über eine Deeskalation und die Umsetzung der in Schweden getroffenen Vereinbarungen zum Jemen-Konflikt gesprochen, teilte die US-Botschaft in Saudi-Arabien am Montag mit. Eine umfassende politische Lösung sei der einzige Weg, den Konflikt zu beenden, hieß es in einer Mitteilung der Botschaft auf Twitter.

Besonders die Umsetzung der Waffenruhe in der umkämpften Hafenstadt Hudaida und die Truppenbewegungen seien bei dem Gespräch Thema gewesen. Saudi-Arabien bekämpft mit einer Allianz sunnitischer Staaten die Huthi-Rebellen, die große Teile des Nord-Jemens kontrollieren.

In Schweden einigten sich die Konfliktparteien unter Vermittlung der UN vor allem auf eine Waffenruhe für die Hafenstadt Hudaida am Roten Meer. Die Häfen in der Region sind für die Versorgung des bitterarmen Bürgerkriegslandes mit Hilfsgütern von enormer Bedeutung. Der UN-Sondergesandte Martin Griffiths hatte in der vergangenen Woche „substanzielle Fortschritte“ vor weiteren Gesprächen gefordert.

Zudem ging es bei dem Treffen Pompeos mit dem saudischen Thronfolger auch um die Ermordung des kritischen saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im Konsulat des Königreichs in der Türkei. Die beiden hätten über die Verantwortlichkeit in dem Mordfall gesprochen, hieß es auf dem offiziellen Twitter-Kanal Pompeos.

Nach einem weiteren Aufenthalt im Oman werde Außenminister Pompeo seine Nahost-Reise allerdings verkürzen und nicht mehr nach Kuwait reisen, teilte die US-Botschaft in Kuwait mit. Grund sei ein Todesfall in der Familie des Außenministers. Pompeo werde die geplanten Gespräche in Kuwait zeitnah nachholen.

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