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USA unterstützen Oppositionsführer Hunderttausende Menschen bei Demonstration gegen Venezuelas Präsident Maduro erwartet

Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaido hat das Militär aufgerufen, den Sturz Maduros zu unterstützen. Zustimmung erhält er aus den USA.

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Die Opposition will Venezuelas Präsidenten mit Hilfe des Militärs stürzen. Quelle: AP

Caracas Mit einer Großdemonstration in der Hauptstadt Caracas will die Opposition am Mittwoch ihrer Forderung nach einem Machtwechsel in Venezuela Nachdruck verleihen. Der Präsident des entmachteten Parlaments, Juan Guaido, will mit Hilfe des Militärs den sozialistischen Präsidenten Nicolas Maduro stürzen.

Die USA haben Guaido Unterstützung zugesagt. US-Vizepräsident Mike Pence nannte Maduro am Dienstag einen Diktator, der keinen legitimen Machtanspruch habe. Maduro kündigte darauf eine Änderung der diplomatischen Beziehungen zu den USA an.

Maduro hat nach seiner von Manipulationsvorwürfen begleiteten Wiederwahl am 10. Januar seine zweite Amtszeit angetreten. Unter seiner Führung rutschte das ölreiche Land in eine schwere Wirtschaftskrise und leidet unter einer Inflation von 200.000 Prozent. Es fehlen Grundnahrungsmittel und Medikamente. Die schwierige Lage hat zu einer Massenflucht in Nachbarländer geführt.

Zur Kundgebung der Opposition werden Hunderttausende erwartet. Maduros Sozialistische Partei hat zu einer Gegendemonstration aufgerufen. Zudem haben Regierungsvertreter Oppositionsführer Guaido mit Gefängnis gedroht. Dieser hat das Militär aufgerufen, sich von Maduro loszusagen.

Sollte er Präsident werden, könnten Soldaten und Beamte, die Maduro die Gefolgschaft aufkündigten, mit Straffreiheit rechnen, sagte der 35-Jährige am Dienstag in einem Reuters-Interview. Diejenigen in Regierung und Militär, die „schlechte Dinge“ getan hätten, würden aber zur Rechenschaft gezogen. Unter Maduros Herrschaft wurden Dutzende Oppositionelle inhaftiert. Bei Protesten im Jahr 2017 kamen bei Zusammenstößen mit der Polizei 125 Menschen um.

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