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USA Verbindungsnachweise sollen Belästigungsvorwürfe gegen Trump stützen

Mehr als ein Dutzend Frauen beschuldigten den US-Präsidenten bereits der sexuellen Belästigung. Jetzt gibt es offenbar neue brisante Unterlagen.

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Trump: Verbindungsnachweise sollen Belästigungsvorwürfe stützen Quelle: AP

Verbindungsnachweise von Telefongesprächen stützen Anwälten zufolge Belästigungsvorwürfe einer ehemaligen Fernsehshow-Teilnehmerin gegen US-Präsident Donald Trump. Aufzeichnungen über Trumps Verbindungen zeigen einen Anruf bei Summer Zervos an dem Tag, an dem er sie ungewollt geküsst und begrapscht haben soll, wie Gerichtsunterlagen zeigen, die der Nachrichtenagentur AP vorliegen. Trump weist die Anschuldigungen zurück.

Die Aufzeichnungen zeigen, dass Zervos am 21. Dezember 2007 einen Anruf von Trumps Telefon erhielt. Ihr zufolge lud er sie zu einem Abendessen ein. Sie sei in der Hoffnung auf Karriereratschläge zu dem Treffen gegangen und dann einem sexuellen Übergriff ausgesetzt gewesen.

Die Aufzeichnungen zeigen einen weiteren Anruf von Trumps Telefon am darauffolgenden Tag sowie mehrere Anrufe von ihrem Telefon auf seines in den Monaten danach. Trumps Anwalt Marc Kasowitz sagte am Montag, Zervos' Anschuldigungen seien „vollkommen wertlos und nicht von irgendwelchen Dokumenten untermauert“.

Zervos, eine Gastronomin aus Kalifornien, war 2006 Teilnehmerin der von Trump produzierten Reality-TV-Show „The Apprentice“. Sie sagte, sie habe ihn später kontaktiert, um ihre Karriere anzutreiben. Ihr zufolge machte Trump im Dezember 2007 zwei ungewollte Annäherungsversuche, einen in seinem Büro im Trump Tower in New York und einen später im Beverly Hills Hotel in Kalifornien.

Trump nannte sie „Lügnerinnen“, die zu „100 Prozent fabrizierte“ Geschichten erzählten. In einer Erklärung wies er Zervos' Anschuldigungen zurück. Trumps Aufenthaltsorte an den genannten Tagen stimmen laut seinen Kalendereinträgen mit den von Zervos genannten Orten überein, wo die Übergriffe stattgefunden haben sollen.

Zervos verklagte Trump wegen Verleumdung und Rufschädigung. Sie fordert die Rücknahme seiner Aussagen, eine Entschuldigung und Schadenersatz.

Laut einer Vereinbarung soll es bis zum 31. Januar eine vereidigte Aussage außerhalb des Gerichts geben. Trumps Anwälte hatten versucht, den Fall abzuweisen oder zumindest bis nach dem Ende seiner Präsidentschaft zu verschieben.

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