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Venezuela isoliert Immer mehr Staaten lehnen Wahlergebnis ab

Vor der Bekanntgabe eines Wahlergebnisses steigt die internationale Kritik an Venezuela. Die US-Botschafterin an der UN spricht von einer „vorgetäuschten Wahl“, die das Land „einen Schritt weiter zur Diktatur“ bringe.

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Nach der Explosion eines Sprengkörpers in der Nähe einer Gruppe von Motorradpolizisten zündet die Nationalgarde Motorräder der Presse an. Quelle: dpa

Caracas Unabhängig vom Ausgang der umstrittenen Wahl der Mitglieder einer Verfassungsgebenden Versammlung werden fast alle südamerikanischen Staaten das Ergebnis nicht anerkennen. Die argentinische Regierung von Präsident Mauricio Macri nannte die Wahl „illegal“. „Die Wahl respektiert nicht den Willen von über sieben Millionen venezolanischen Bürgern, die sich dagegen ausgesprochen hatten“, teilte das Außenministerium in Buenos Aires mit. Auch Peru, Chile, Brasilien und Kolumbien werden die Wahl nicht anerkennen.

Mitte Juli hatte es eine symbolische Volksbefragung gegeben, wo die Wahl von 7,5 Millionen Menschen als Versuch zurückgewiesen worden war, mit Hilfe einer Verfassungsreform womöglich eine sozialistische Diktatur zu errichten. Die Regierung von Nicolás Maduro sei verantwortlich für eine Gewaltwelle, die schon zu über 100 Toten geführt habe, teilte das argentinischen Außenministerium mit.

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos forderte eine „friedliche und demokratische Lösung. Hoffentlich schnell.“ Maduro sagte, Santos habe wohl den Kopf verloren, wenn er die Wahl nicht anerkennen werde. Auch die EU hatte im Vorfeld die Durchführung der Wahl scharf verurteilt.

Die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, twitterte am Sonntag, das Votum sei eine „vorgetäuschte Wahl“ und bringe Venezuela „noch einen Schritt weiter zur Diktatur“. Die peruanische Regierung teilte mit, die Abstimmung für eine verfassungsgebende Versammlung verstoße gegen die Verfassung und vertiefe die Spaltung der Gesellschaft in Venezuela.

13 Staaten der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), darunter Mexiko und die USA, hatten mehrfach an Maduro appelliert, von dem Plan abzulassen - die USA drohen mit Wirtschaftssanktionen, sie sind einer der größten Abnehmer von Erdöl aus Venezuela.

Bereits 2016 wurde Venezuelas Mitgliedschaft im südamerikanischen Wirtschaftsbund Mercosur suspendiert. In Südamerika hatte zuletzt nur noch Boliviens linker Präsident Evo Morales vehement für Maduro Partei ergriffen.

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