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Venezuela US-Öl-Sanktionen sollen Präsident Maduro zum Rücktritt zwingen

Kein Land importiert mehr venezolanisches Öl als die USA. Die neuen Sanktionen könnten das Land nun verheerend treffen – und zu Nicolas Maduros Rücktritt beitragen.

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Caracas Die USA wollen Venezuelas Präsidenten Nicolas Maduro mit Sanktionen aus dem Amt drängen. Die Maßnahmen sind ein gezielter Schlag gegen Venezuelas staatliche Ölgesellschaft PDVSA, die dem Land die Einnahmen für lebenswichtige Einfuhren sichert.

Die Regierung in Washington untersagte heimischen Raffinerien Überweisungen an PDVSA. Demnach müssen US-Firmen, die weiter Öl aus dem südamerikanischen Land beziehen wollen, den Kaufpreis nun auf Sperrkonten einzahlen. Das teilte US-Finanzminister Steven Mnuchin am Montagabend mit.

Maduro kündigte daraufhin in einer Fernsehansprache Vergeltungsmaßnahmen an, ohne dies jedoch zu konkretisieren. Er warf den USA vor, sich PDVSAs US-Raffinerietochter Citgo Petroleum aneignen zu wollen, und will juristisch gegen die Sanktionen vorgehen.

Nach Auskunft von mit dem Vorgang vertrauten Personen beschloss PDVSA postwendend, dass Tanker, die Öl in die USA liefern, nur noch gegen Vorkasse beladen werden. Damit würden die Kunden jedoch wohl gegen die US-Sanktionen verstoßen. Citgo gilt als Venezuelas wichtigstes Auslandsvermögen.

Die USA sind der größte Abnehmer von Öl aus Venezuela. Der Einnahmenausfall im Zuge der Sanktionen dürfte die verheerende Wirtschaftskrise in dem Land noch verschärfen. Ohne die Gelder aus den Vereinigten Staaten wird der Import von Grundnahrungsmitteln und Medizin für Maduros Regierung zusätzlich erschwert.

Die USA unterstützen Venezuelas Oppositionsführer Juan Guaido, der Maduro Betrug bei der Präsidentenwahl im Mai 2018 vorwirft und sich selbst zum Staatsoberhaupt ausgerufen hat. Guaidos Angaben zufolge haben die USA ihm 20 Millionen Dollar an humanitärer Hilfe zugesagt.

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