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Vereinte Nationen Italien droht nach Rassismusvorwürfen mit Kürzung der Uno-Zahlungen

Innenminister Salvini warf den Vereinten Nationen zudem Diebstahl vor. Die Uno will Experten zur Untersuchung von Rassismusfällen nach Italien senden.

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Italien droht den UN mit Kürzung von Zahlungen Quelle: dpa

Rom Der italienische Innenminister Matteo Salvini hat gedroht, die italienischen Zahlungen für die Vereinten Nationen zu beschneiden. Er reagierte damit auf die Absicht der UN, Fälle von Rassismus in Italien zu überprüfen.

Italien zahle jährlich 100 Millionen Euro an die UN, sagte Salvini laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa. Das Land werde darüber beraten, ob es sinnvoll sei, weiterhin zur „Finanzierung von Verschwendung, Veruntreuung und Diebstahl“ innerhalb der UN beizutragen. Salvini, der auch Chef der rechten Regierungspartei Lega ist, ließ durchblicken, dass eine Organisation, deren Mitglieder zum Teil Folter und die Todesstrafe anwendeten, Italien keine Lehren erteilen könne.

UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hatte am Montag ihre Absicht erklärt, Experten nach Italien zu schicken, um Berichte über Fälle von Gewalt und Rassismus gegen Migranten, Menschen afrikanischer Abstammung und Roma zu überprüfen. Auch nach Österreich will Bachelet Prüfer entsenden.

Der italienische Außenminister Enzo Moavero Milanesi wies den Vorwurf des Rassismus in Italien zurück. Davon zu sprechen sei „unangebracht, nicht fundiert und unfair“, sagte Moavero am Dienstag.

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