Vereinte Nationen UN-Bericht deutet Massaker in Mali durch russische Söldner an

Der Vorfall fand Anfang März in Zentralmali an der Grenze zu Mauretanien statt. Quelle: Reuters

Soldaten sollen im März mehr als 30 Zivilisten in Zentralmali getötet haben. Bei den Tätern handelt es sich mutmaßlich um Mitglieder der Wagner-Truppe.

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Soldaten im Auftrag der malischen Regierung haben einem vertraulichen UN-Bericht zufolge in dem afrikanischen Krisenstaat offensichtlich ein Massaker an mehr als 30 Zivilisten angerichtet. Das von Experten der Vereinten Nationen verfasste und dem UN-Sicherheitsrat übergebene 78-seitige Dokument liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Darin werden die Täter als „weiße Soldaten“ beschrieben. Die im Dienste der malischen Militärjunta stehende russische Söldnertruppe Wagner wird dabei zwar nicht direkt genannt, dpa-Informationen zufolge besteht aber kein Zweifel, dass die Fachleute die durch Zeugen beschriebenen Soldaten für Wagner-Angehörige halten. Nicht zuletzt, weil die Art der bei der Tat benutzten Stricke aus russischen Militärbeständen bekannt ist.

Seit dem jüngsten Putsch im Mai 2021 regiert im höchst instabilen westafrikanischen Mali eine Militärjunta, die enge Beziehungen zu Russland pflegt und Kämpfer der Söldner-Gruppe Wagner angeheuert hat. In UN-Kreisen gilt Wagner als kremlnah und ihr Einsatz in Mali als unbestritten. Wachsende Spannungen mit der Regierung und stärker werdende extremistische Gruppierungen beeinträchtigen den Einsatz der UN-Friedenmission Minusma in dem Land zunehmend. Die Bundeswehr ist an Minusma derzeit mit mehr als 1000 Soldaten beteiligt.

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Der nun im UN-Bericht dargestellte Vorfall fand demnach Anfang März in Zentralmali an der Grenze zu Mauretanien statt. In der Nähe eines gut besuchten Brunnens seien die „weißen Soldaten“ am Morgen des 5. März aufgetaucht: „Die Soldaten trieben die Männer und älteren Jungen zusammen, fesselten ihnen die Hände auf den Rücken und verbanden ihnen die Augen.“ Die umstehenden Häuser wurden geplündert, wie es weiter unter Berufung auf Zeugenaussagen heißt. 33 oder 34 von ihnen, darunter 29 Mauretanier und vier Malier, seien in der Folge verschleppt worden. Einen Tag später wurden sie nur vier Kilometer entfernt erschossen und verbrannt aufgefunden.

Lesen Sie auch: Bundeswehr-Einsatz in Mali wird vorerst ausgesetzt

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