Vergiftungsskandal „Das sollte von uns allen angesprochen werden“

Der Vizepräsident der europäischen Kommission Timmermanns verlangt nach einer europäischen Reaktion auf die Vergiftung des russischen Ex-Spions.

„Nervengas darf in unseren Gesellschaften nicht gebraucht werden. Das sollte von uns allen angesprochen werden.“ Quelle: dpa

LondonUngeachtet des geplanten Brexits von Großbritannien hat der EU-Kommissionsvizepräsident Frans Timmermans eine europaweite Reaktion auf den Giftanschlag auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal gefordert. „Nervengas darf in unseren Gesellschaften nicht gebraucht werden. Das sollte von uns allen angesprochen werden“, sagte Timmermans am Dienstag im Europäischen Parlament in Straßburg. Es sei von allergrößter Wichtigkeit, dass die Verantwortlichen für die Tat klar sähen, dass es in Europa äußerst starke und unerschütterliche Solidarität gebe.

Skripal und seine Tochter Julia waren Anfang März in Salisbury vergiftet worden, beide befinden sich seitdem im kritischen Zustand. Die britische Premierministerin Theresa May hatte am Montag erklärt, es sei „höchstwahrscheinlich“, dass Russland für die Vergiftung verantwortlich sei. Skripal und seine Tochter seien der Substanz Nowitschok ausgesetzt gewesen, die gegen Ende des Kalten Krieges in der Sowjetunion entwickelt worden sei.

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