WiWo App Jetzt gratis testen
Anzeigen

Verhandlungen USA und Kuba optimistisch über Öffnung von Botschaften

Die Verhandlungen zwischen Washington und Havanna über eine Normalisierung ihrer Beziehungen kommen anscheinend gut voran. Beide Seiten sprechen von Fortschritten.

Das Ende der Eiszeit
Revolutionäre an die Wand Die meistgefeierten Revoulutionsführer Ernesto „Che“ Guevara, „El Commandante en Jeffe“ Fidel Castro, der „Maximo Lider“, und Camilo Cienfuegos (von links). Unten links die Yacht „Granma“, mit der die Revolutionäre 1956 von Mexiko nach Übersetzen und ihren Guerillakampf begannen. Quelle: Henning Krumrey
Jugend und Alter Die Mehrzahl der Häuser in Havanna sind in einem beklagenswerten Zustand. In die historische Altstadt fließen UNESCO-Mittel, um das Weltkulturerbe zu retten – in den normalen Wohnvierteln ist wenig Hilfe in Sicht. Quelle: Henning Krumrey
Machete gegen Mörtel Der Trümmermann in einem Quartier südlich der Innenstadt bereitet das Material für den Wiederaufbau vor. Quelle: Henning Krumrey
Tristesse an der Prachtstraße Selbst am viel gerühmten „El Malecon“ stehen etliche Häuser leer und vergammeln Quelle: Henning Krumrey
Auto-Torso Die alten amerikanischen Straßenkreuzer lassen sich oft nur mit größtem handwerklichen Geschick und vollem Körpereinsatz flott halten. Quelle: Henning Krumrey
Kubanische Flotte Zum Straßenbild gehören die aufpolierten US-Schlitten, die Cadillacs und Chevrolets der 50er und frühen 60er Jahre, die Touristen durch die Stadt kutschieren Quelle: Henning Krumrey

Nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit werden die USA und Kuba möglicherweise bis April Botschaften im jeweils anderen Land öffnen. Verhandlungsführer beider Seiten äußerten sich am Freitag in Washington optimistisch über den Fortgang der Gespräche über eine Normalisierung der 1961 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen. Es war die zweite offizielle Verhandlungsrunde, seit die USA und Washington im Dezember einen Annäherungsprozess eingeleitet hatten.

Die größten Gläubiger der USA

Das Treffen in Washington sei fruchtbar gewesen und habe Fortschritte gebracht, sagte die zuständige Abteilungsleiterin im US-Außenministerium, Roberta Jacobsen. Ähnlich äußerte sich auch die kubanische Delegationschefin Josefina Vidal. Eine baldige Öffnung von Botschaften ist ein wichtiges Nahziel. Am 10. und 11. April findet nämlich in Panama ein Amerika-Gipfel statt, bei dem sich auch US-Präsident Barack Obama und sein kubanischer Kollege Raúl Castro begegnen werden.

In Arbeit
Bitte entschuldigen Sie. Dieses Element gibt es nicht mehr.

„Ich glaube, wir kriegen es bis zum Gipfel hin“, sagte Jacobsen zu den Botschaften. Sie fühle sich „sehr ermutigt“. Allerdings gebe es auf dem Weg zu normalen Beziehungen noch „ernste Differenzen“ zu überwinden. Jacobsen zufolge wird eine US-Delegation in der kommenden Woche zu Gesprächen über Menschenhandel und zivile Luftfahrt nach Havanna reisen. Im März stehe ein Dialog über einen verbesserten Zugang der Kubaner zum Internet und ein Dialog über Menschenrechte an.

Zu den bisherigen Streitpunkten gehört die Forderung Kubas, von der US-Liste der Terrorunterstützer gestrichen zu werden. Die USA lehnen es ab, diese Frage und die Verhandlungen über eine Normalisierung der Beziehungen miteinander zu verknüpfen. Sie haben aber bereits damit begonnen zu prüfen, ob der sozialistische Karibikstaat von der Liste genommen werden kann.

© Handelsblatt GmbH – Alle Rechte vorbehalten. Nutzungsrechte erwerben?
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%