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Verteidigung Türkei will russisches Raketensystem einrichten

Die Türkei ignoriert die Sanktionen der USA und plant ab Herbst 2019 die Einrichtung des im Dezember erworbenen russischen Raketensystems S-400.

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Türkei will russisches Raketensystem einrichten Quelle: Reuters

Moskau Das Nato-Mitglied Türkei will in einem Jahr mit der Einrichtung des russischen Luftabwehrsystems S-400 beginnen. Verteidigungsminister Hulusi Akar habe als Startdatum den Oktober 2019 genannt, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Donnerstag. Ausgewähltes Personal werde in Russland an dem Raketensystem geschult.

In der Nato hat die Türkei mit dem im Dezember vorigen Jahres bekanntgewordenen Rüstungsgeschäft Kritik ausgelöst. Die russischen Luftabwehr-Raketen können nicht in die Militärstruktur der westlichen Militärallianz integriert werden. Die USA hatten der Türkei mit Sanktionen und dem Einfrieren laufender Beschaffungsvorhaben gedroht, sollte die Regierung in Ankara daran festhalten.

Das russische Industriekonglomerat Rostec hatte Ende 2017 mitgeteilt, dass die Türkei vier Einheiten des Luftabwehrsystems S-400 für einen Preis von 2,5 Milliarden Dollar kaufen werde. Das S-400 ist ein mobiles System, mit dem Flugzeuge und Marschflugkörper auf große Entfernung und in allen Höhen bekämpft werden können. Es kann auch gegen ballistische Kurz- und Mittelstreckenraketen eingesetzt werden.

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