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Vor Parlamentswahlen Eisskulptur statt Premier – Boris Johnson fehlt bei TV-Debatte zum Klimawandel

Der britische Premier nimmt nicht an einer TV-Debatte zum Thema Klimaschutz teil. Auf das für ihn vorgesehene Podium positionierte der Sender einen symbolträchtigen Ersatz.

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Der britische Premierminister Boris Johnson hat sich der Teilnahme an einem Einzelinterview und an einer TV-Debatte gegen seinen Hauptrivalen Jeremy Corbyn verweigert. Bei der Debatte mit dem Thema Klimawandel am Donnerstag platzierte der Sender Channel 4 Eisskulpturen in der Form der Erde auf Podien, wo Johnson und der Brexit-Party-Chef Nigel Farage stehen sollten, der sich ebenfalls weigerte teilzunehmen.

In Umfragen haben die Konservativen von Johnson vor den Parlamentswahlen am 12. Dezember einen zweistelligen Vorsprung. Der Partei ist daran gelegen, dass sich Johnson bei Veranstaltungen keine Fauxpas liefert. Johnson ist der einzige der Parteichefs, der sich bislang geweigert hat, an einem Einzelinterview des BBC-Journalisten Andrew Neil teilzunehmen.

Die Konservativen beschwerten sich bei der britischen Senderaufsicht, nachdem sich Channel 4 geweigert hatte, statt Johnson einen Regierungsminister an der TV-Debatte teilnehmen zu lassen. Der Sender argumentierte, es sei eine Veranstaltung nur für Parteichefs. Johnson bestand am Donnerstag darauf, dass er „im Verlauf der nächsten Tage viele, viele Interviews“ geben werde.

Die Teilnehmer der Debatte versprachen, die CO2-Ausstöße von Großbritannien auf Null zu reduzieren. Die Grüne Partei will das bis 2030 tun, Labour „innerhalb der 2030er“, die Liberaldemokraten und die Scottish National Party bis 2045. Die Konservativen haben in Aussicht gestellt, dies bis 2050 zu tun.

Johnson will bei den Parlamentswahlen eine Mehrheit gewinnen, damit er das Brexit-Abkommen durchsetzen kann, das er im Oktober mit der EU vereinbart hat. Unter den Konditionen des Abkommens würde Großbritannien die EU am 31. Januar verlassen, aber Teil des EU-Binnenmarkts bis Ende 2020 bleiben.

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