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Vor Trump-Kim-Treffen USA verdächtigen Nordkorea hinter Cyberattacken

Durch die Angriffe sollten Informationen gestohlen und Netzwerke manipuliert werden, teilten das FBI und das Heimatschutzministerium am Dienstag mit.

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Die USA haben Nordkorea in den vergangenen Jahren mehrfach Cyberattacken vorgeworfen. Quelle: dpa

Washington Cyberangriffe der nordkoreanischen Regierung haben laut US-Erkenntnissen mindestens neun Jahre lang auf amerikanische Behördennetzwerke sowie Luft- und Raumfahrt-, Finanz- und Medienunternehmen gezielt. Durch die Attacken sollten Informationen gestohlen und Netzwerke manipuliert werden, teilten das FBI und das Heimatschutzministerium am Dienstag mit.

Für zwei Schadsoftwares gingen Warnungen an die Öffentlichkeit; das Remote-Access-Werkzeug Joanap, mit dem Fernzugriffe möglich sind, und den Wurm Brambul.

Den Einschätzungen des FBI zufolge nutzen nordkoreanische Akteure des Cyber-Regierungsprogramms „Versteckte Kobra“ die Schadsoftware. Sie gelangten über IP-Adressen in die Netzwerke ihrer Opfer. Es sei wahrscheinlich, dass Joanap und Brambul seit 2009 im Einsatz gewesen seien, um nicht nur in den USA, sondern weltweit Schaden anzurichten.

Die USA haben Nordkorea in den vergangenen Jahren mehrfach Cyberattacken vorgeworfen. Die aktuelle Warnung erfolgte nun aber wenige Tage vor einem geplanten Treffen von US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong Un.

Dessen enger Berater Kim Yong Chol machte sich zuletzt auf den Weg nach New York. Er wird verdächtigt, 2014 einen Hackerangriff auf Sony Pictures Entertainment verantwortet zu haben. Das Filmstudio hatte damals eine Satire über einen Mordanschlag auf Nordkoreas Machthaber in der Produktion.

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