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Waffengesetze Brasiliens Präsident Bolsonaro rudert beim Waffenrecht zurück

Entgegen bisherigen Plänen von Bolsonaro dürfen Zivilisten künftig in der Öffentlichkeit keine Gewehre tragen. Pistolen und Revolver sind aber weiterhin erlaubt.

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Brasilien ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 51.000 Menschen getötet. Quelle: Reuters

Brasilia Nach heftiger Kritik an der Liberalisierung des Waffenrechts in Brasilien muss der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro zurückrudern. Entgegen bisherigen Plänen dürfen Zivilisten künftig in der Öffentlichkeit keine Gewehre tragen. Pistolen und Revolver sind weiterhin erlaubt. Das neue Dekret wurde am Mittwoch im Amtsblatt veröffentlicht.

Bolsonaro hatte bereits im Wahlkampf eine Lockerung der Waffengesetze versprochen. Kurz nach seinem Amtsantritt im Januar erlaubte er den Brasilianern per Dekret, bis zu vier Schusswaffen zu kaufen und zuhause oder am Arbeitsplatz aufzubewahren. Anfang Mai liberalisierte er dann den Import und Vertrieb von Waffen in Brasilien und erhöhte die zulässigen Verkaufsmengen von Munition. Die Liberalisierung des Waffenrechts wurde allerdings von Teilen der Justiz, einigen Gouverneuren und von Menschenrechtsorganisationen kritisiert.

Brasilien ist eines der gewalttätigsten Länder der Welt. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 51.000 Menschen getötet. Mit der Liberalisierung des Waffenrechts will Bolsonaro den Schutz der Bevölkerung verbessern. Kritiker gehen hingegen davon aus, dass mehr Waffen die Gewalt noch weiter verschärfen könnten.

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