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Wahlen in der Türkei Erdogans Rivale Ince will deutsch-türkisches Verhältnis verbessern

Ince, Präsidentschaftskandidat der türkischen Oppositionspartei CHP, will auf Dialog setzen – nicht nur mit Deutschland, auch mit der EU.

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Am 24. Juni wählt die Türkei einen neuen Präsidenten. Quelle: AP

Berlin Der Präsidentschaftskandidat der türkischen Mitte-Links Partei CHP, Muharram Ince, will im Falle eines Sieges gegen den Amtsinhaber Recep Tayip Erdogan bei der Juni-Wahl das deutsch-türkische Verhältnis verbessern. „In meiner Zeit als Präsident wird es keinen Grund geben, dass wir uns mit Deutschland und Holland streiten“, sagte der Politiker der „Bild“-Zeitung.

Der Sozialdemokrat betonte, dass eine EU-Mitgliedschaft der Türkei ganz oben auf seiner Agenda stehe: „Die EU ist in der Gründungsphilosophie der Türkei fest verankert. Die grundlegenden Fundamente der EU sind für uns sehr wichtig.“

Ince kritisierte Erdogans Partei AKP und die Folgen der 16-jährigen Regierung Erdogans. „Justiz ist nicht mehr der Ort, wo Recht gesprochen und gesucht wird, sondern der Schlagstock gegen Oppositionelle“, sagte er. Die Türkei befinde sich in einer der schlimmsten Krisen ihrer Geschichte.

Eine Wiederwahl Erdogans am 24. Juni gilt keineswegs als sicher. Neben ihm und Ince stellen sich fünf weitere Kandidaten zur Wahl, darunter auch die Chefin der nationalkonservativen Iyi-Partei, Meral Aksener. Setzt sich keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang durch, kommt es am 8. Juli zu einer Stichwahl.

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