Washington Trump will Militärparade nach französischem Vorbild

Ein Besuch in Paris hat US-Präsident Donald Trump nachhaltig beeindruckt. Eine Militärparade wie Frankreich sie am 14. Juli abhält, will Trump in Washington nachahmen – am 4. Juli, zum US-Unabhängigkeitstag.

Ehrentribüne der Parade zum französischen Naitonalfeiertag. In der ersten Reihe: First Lady Melania Trump, US-Präsident Donald Trump, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und dessen Frau Brigitte Macron. Quelle: AP

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat am Montag erneut darüber sinniert, eine Militärparade in Washington am Nationalfeiertag (4. Juli) nach französischem Vorbild abzuhalten. Er sprach von der Idee zum Auftakt eines Treffens mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in New York. Trump ist zu einer Tagung der Vereinten Nationen in der Stadt.

Trump erinnerte an seinen Besuch in Paris zur Militärparade am 14. Juli. „Es war ein unglaublicher Tag und das zu einem großen Teil wegen etwas, das ich beobachtet habe und das wir am 4. Juli in Washington auf der Pennsylvania Avenue machen könnten“, so Trump. „Wir werden versuchen, es zu übertreffen.“ Allerdings seien in Paris bereits sehr viele Flugzeuge geflogen und militärische Macht präsentiert worden. Es sei wirklich schön gewesen, die unterschiedlichen Waffengattungen und Uniformen anzuschauen.

Macron war in der Parade stehend in einem militärischen Kommando-Fahrzeug mitgefahren und von hunderten Reitern umgeben. Bei dem zweitstündigen Militärspektakel fahren Panzer auf den Champs-Élysées und Kampfflugzeuge fliegen über der Paradestrecke. Nach der Veranstaltung hatte Trump die Parade unter anderem als „super-duper“ bezeichnet.

Trump sagte jetzt, er wolle „eine großartige Parade, um unsere militärische Stärke zu präsentieren“. Er ergänzte, dass einer seiner ersten Anrufe nach der Rückkehr aus Paris der Organisation einer ähnlichen US-Parade gegolten habe. Die Idee habe er auch bereits mit dem Stabschef des Weißen Hauses besprochen, dem ehemaligen General John Kelly.

Bereits vor dem Besuch in Frankreich hatte Trump die Idee einer großen Parade in einem Interview mit der Washington Post kurz vor seiner Amtseinführung erwähnt. „Ein großer Präsident zu sein, hat mit vielen Dingen zu tun – und eine ist ein großartiger Cheerleader für dieses Land zu sein“, sagte er zum Jahresanfang. „Und wir werden den Leuten [...] unsere Militär zeigen.“

Bislang ist die Hauptattraktion der Feierlichkeiten zum US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli in der US-Hauptstadt in der Regel ein Feuerwerk und ein Konzert in der Hauptstadt. Viele Paraden in der Hauptstadt haben militärische Elemente, aber in der Regel marschieren Soldaten zu Fuß oder reiten auf Pferden. Es werden keine Großwaffen präsentiert.

Die letzte große Militärparade in Washington gab es im Jahr 1991, um das Ende des ersten Golfkriegs zu symbolisieren. General Norman Schwarzkopf führte die Parade an, bei der auch Panzer und gepanzerte Fahrzeuge durch die Stadt fuhren.

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