Wegen US-Geisel CIA verhandelte mit syrischem Geheimdienst

Seit fünf Jahren sitz ein amerikanischer Journalist in syrischer Geiselhaft. Deshalb habe der CIA-Direktor Pompeo direkten Kontakt zu seinen Geheimdienst-Kollegen in Damaskus aufgenommen, berichten US-Medien.

Der CIA-Direktor bemühte sich um die Freilassung eines amerikanischen Journalisten in Syrien. Quelle: Reuters

WashingtonDer CIA-Direktor Mike Pompeo soll laut einem Medienbericht ein heimliches Gespräch mit dem syrischen Geheimdienstchef Ali Mamluk geführt haben. Dabei sei es um die Freilassung eines amerikanischen Journalisten gegangen, der vor fünf Jahren in Syrien als Geisel genommen wurde, berichtete die „New York Times“ am Freitag. Demnach gab es im Februar eine entsprechende Unterhaltung am Telefon, und auch danach sei es zu weiterer Kommunikation gekommen. Die diplomatischen Bemühungen seien aber im April eingebrochen.

Bei der Geisel handelt es sich um Austin Tice, einem früheren Mitglied der US-Marine und Reporter für die „Washington Post“, den Sender CBS und andere Medien. Die Kommunikation zwischen den Geheimdienstchefs kam laut „New York Times“ zum Erliegen, nachdem US-Präsident Donald Trump einen Vergeltungsschlag für einen Giftgasangriff anordnete, den mutmaßlich die syrische Regierung auf ein Dorf mit Zivilisten verübte.

Die CIA wollte den Bericht nicht kommentieren. Die Kommunikation würde eine der bedeutendsten darstellen, die die jeweiligen Regierungen seit Jahren des Stillstands miteinander führten. Sie kommt mit Blick auf Mamluks mutmaßlicher Verantwortung für diverse Menschenrechtsverletzungen in Syrien zudem überraschend; seit 2011 haben ihn die USA mit Sanktionen belegt.

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