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Welthandelskonferenz Deutsche Wirtschaft warnt vor Lähmung der WTO

Die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation endete am Mittwoch ohne konkrete Ergebnisse. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag zeigt sich darüber enttäuscht – und kritisiert insbesondere die USA.

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Der Außenwirtschaftschef des DIHK vermisst die USA als treibende Kraft für den Welthandel. Quelle: dpa

Berlin Die deutsche Wirtschaft hat mit Enttäuschung auf den weitgehend ergebnislosen Verlauf der WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires reagiert. „Die WTO Ministerkonferenz in Buenos Aires endet ohne greifbare Ergebnisse für die deutsche Wirtschaft - und leider sogar ohne eine gemeinsame Abschlusserklärung”, kritisierte am Donnerstag der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) Volker Treier.

Er beklagt vor allem den Ausfall der USA als positive Triebkraft für den WTO-Prozess und damit den freien Welthandel. „Er droht, die WTO nachhaltig zu lähmen”, warnte er. Zumindest sei aber erreicht worden, dass im WTO-Prozess noch weiterhin „alle an Bord” seien.

Als einen Lichtblick bezeichnete Treier die Erklärung vieler WTO-Mitglieder, die bessere Einbindung von mittelständischen Unternehmen in globale Wertschöpfungsketten zu erörtern. Ansonsten unterstrich er die Bedeutung der WTO gerade für die exportstarke deutsche Wirtschaft. Schließlich liefen über 60 Prozent der außereuropäischen deutschen Exporte nach WTO-Regeln. „Um die Grundregeln des Welthandels funktionsfähig zu erhalten beziehungsweise weiterzuentwickeln, sollten wir Europäer jetzt noch stärker in Bündnissen mit anderen Wirtschaftsregionen vorangehen”, lautete sein Rat an die Politik.

Die Konferenz der Welthandelsorganisation (WTO) war am Mittwoch nach massiver US-Kritik ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. Das alle zwei Jahre stattfindende Ministertreffen stellt das höchste Entscheidungsorgan der WTO dar. US-Präsident Donald Trump hat die WTO wiederholt massiv angegriffen.

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