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Weltklimakonferenz China schärft Klimaziele in Kernelementen offenbar nicht nach

Länder wie China gewinnen fast 60 Prozent ihrer Elektrizität aus Kohle. Quelle: dpa

Der größte Produzent von Treibhausgasen weltweit wird seine Ziele wohl beibehalten. Das reicht allerdings nicht aus, um das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen.

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Kurz vor Beginn der Weltklimakonferenz hat China bei wichtigen Kennzahlen keine Verschärfung seiner Klimaziele erkennen lassen. Das Land peile an, vor 2030 den Höhepunkt seiner CO2-Emissionen zu erreichen, geht aus der maßgeblichen UN-Liste am Donnerstag hervor.

Diese Vorgabe ist aber ebenso wenig neu wie der Plan, bis 2060 klimaneutral zu werden, also praktisch kein CO2 mehr zu produzieren. Das Land kündigte laut der UN-Registratur zudem an, bis 2030 die installierte Leistung von Wind- und Solaranlagen auf 1200 Gigawatt zu steigern.

Dies erlaubt aber ebenso wenig einen Rückschluss auf die Emissionen insgesamt wie das Bekenntnis, die CO2-Emissionen gemessen an der Wirtschaftsleistung um mehr als 65 Prozent im Vergleich zu 2005 zu drücken. Ähnliches gilt für die Ankündigung, bis 2030 den Anteil nicht-fossiler Energie am Gesamt-Verbrauch auf 25 Prozent zu steigern. Bisher lag das Ziel bei 20 Prozent.

China ist der größte Produzent von Treibhausgasen weltweit. Die Weltgemeinschaft hatte sich in Paris im Jahr 2015 verpflichtet, sich spätestens jetzt neue Ziele zu setzen. Denn die bisherigen reichen nicht aus, um wie vereinbart die Erderwärmung auf 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

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    Mit Spannung wurde deshalb auf China geschaut, das der Zeit allerdings unter großer Energieknappheit leidet und daher verstärkt Kohlekraft einsetzt. Li Shuo, Experte der Umweltorganisation Greenpeace für China, sprach von einem Schatten auf der UN-Klimakonferenz. Sie beginnt am Sonntag in Glasgow.

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