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Weltraumpolitik Chinas Rover macht erste Fahrt auf dem Mars

Stolze 240 Kilogramm wiegt der Wagen, den China erstmals auf dem Mars bewegt hat. Die Volksrepublik baut ihre Position im Weltraum damit weiter aus.

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Der Roboter trägt den Namen eines chinesischen Feuergottes. Quelle: AP

China feiert einen großen Etappenerfolg mit seinem Raumfahrtprogramm. Zehn Monate nach dem Start der unbemannten Mars-Sonde Tianwen-1 fuhr nun erstmals der damit durchs All beförderte Rover auf dem roten Planeten.

Das ferngesteuerte Vehikel glitt am Samstag die Rampe der Landekapsel hinunter und rollte um 04.40 Uhr (MESZ) auf die Oberfläche des Mars. Das wurde auf dem offiziellen Account des Fahrzeugs in den chinesischen Sozialen Medien mitgeteilt. Damit ist China das erste Land, das bei seiner ersten Raumfahrt zum Mars den Planeten umkreist hat, auf ihm gelandet ist und einen Rover eingesetzt hat.

Das 240 Kilogramm schwere, mit Solarenergie betriebene Mars-Vehikel trägt den Namen „Zhurong“. Das ist in der chinesischen Mythologie der Gott des Feuers. Das Gefährt soll den Boden und die Atmosphäre des Mars untersuchen und insbesondere nach Wasser und Spuren möglichen früheren Lebens forschen.

Vor einer Woche, am 15. Mai, war die Landekapsel mit dem Rover von der Sonde Tianwen-1 abgekoppelt worden und anschließend zu Boden gegangen. Tianwen-1 war im Juli vergangenen Jahres gestartet. Der Name bedeutet „Fragen an den Himmel“ und ist einem antiken chinesischen Gedicht entlehnt.

Die einzigen beiden Länder, die jemals Fahrzeuge auf dem Mars im Einsatz hatten, sind die USA und China. Der US-Rover Perseverance ging schon am 18. Februar zu Boden, etwa 2000 Kilometer von der Stelle des chinesischen entfernt.

Bereits 2012 landete das US-Vehikel Curiosity. China hatte 2011 zusammen mit Russland einen Mars-Einsatz gestartet. Aber die russische Trägerakete konnte die Erdumlaufbahn nicht verlassen und zerbrach über dem Pazifischen Ozean. Die frühere Sowjetunion hatte 1971 ein Fahrzeug auf dem roten Planeten zwar zu Boden gebracht, aber kurz darauf die Verbindung verloren. Pläne für einen gemeinsamen Mars-Flug der EU und Russlands waren wegen der Coronavirus-Pandemie und technischer Probleme verschoben worden.

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