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Weltwirtschaft Diese 10 Länder werden die weltbesten Talente anwerben

Small is beautiful: Ein Trio an Zwergenstaaten macht das Rennen um die besten Talente der Welt. Warum es junge Menschen dorthin zieht – und wieso Deutschland im weltweiten Vergleich zurückfällt.

Die illustre Gästeliste von Davos
Alexis Tsipras Quelle: dpa
Joachim Gauck Quelle: dpa
Manuel Valls Quelle: AFP
Joe Biden Quelle: AP
David Cameron Quelle: REUTERS
Benjamin Netanjahu Quelle: AP
Ahmet Davutoglu Quelle: REUTERS

Verstehe jemand diese Welt: Auf der einen Seite suchen global gut 200 Millionen Menschen neue Jobs, schlagen sich in großer Zahl als Flüchtlinge bis in die vermeintlich geweihten Volkswirtschaften des Westens durch – während am anderen Ende der global-ökonomischen Nahrungskette Länder um die weltweit besten Arbeitskräfte wetteifern. Das Problem: beides fügt sich leider so recht nicht zusammen.

Man kann das sehr schön am Beispiel Deutschland sehen: Während nicht wenige Deutsche angesichts von mehr als einer Millionen geflüchteter Zuwanderer seit Januar 2015 dem Eindruck verfallen, ihre wirtschaftwunderlich gesegnetes Land werde zum Magneten für die halbe Welt, ergibt der Blick des nüchternen Ökonomen etwas anders: Insbesondere bei den Menschen, die gemeinhin als förderlich für die Entwicklung einer Volkswirtschaft gehalten werden, verliert Deutschland an Boden.

Ein wichtiger Grund: Fehlende Offenheit in Wirtschaft und Gesellschaft. Das jedenfalls ist eines der Kernergebnisse des Global Talent Competitiveness Indexes, den der Zeitarbeitskonzern Adecco und die Wirtschaftshochschule Insead zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos vorstellten.

Von diesen Städten träumen Expats
Rom Quelle: REUTERS
Amsterdam Quelle: Fotolia
Dubai Quelle: dpa
Singapur Quelle: dpa
Paris Quelle: dpa
San Francisco Quelle: REUTERS
Sydney Quelle: REUTERS

Statt Flüchtlingsmagnet Deutschland, das sogar aus den Top 10 der Länder fällt, die weltweit am attraktivsten für junge, hochqualifizierte Arbeitnehmer und Gründer sind, macht eine Reihe kleiner Staaten das Rennen. Für Studienleiter Bruno Lanvin, Ökonom an der Insead, hat das vor allem einen Grund: „Kleine Länder haben eher gelernt, dass sie sich öffnen müssen, wenn sie Wohlstand schaffen wollen.“ Demzufolge haben in dem Ranking erfolgreiche Länder besonders hohe Quoten an im Ausland geborenen Arbeitnehmern  von bis zu 50 Prozent.

Und diese Offenheit, das nehmen die Forscher an, zieht auch junge Top-Talente weltweit an.  Das, übrigens, mahnen die Forscher, ist längst kein weicher Faktor mehr. Denn die digitale Revolution verändert das Kräfteverhältnis im Dreieck Gesellschaft-Arbeitnehmer-Wirtschaft: „Heute müssen nicht mehr Top-Talente dahin, wo die beste Arbeit ist, sondern die beste Arbeit geht dorthin, wo die besten Leute sitzen“, schreiben die Forscher, die für die Studie 109 Länder aufgrund von Makrodaten anhand von sechs Kriterien bewerteten – von Bildung bis zu Arbeitsmarktgestaltung und Wachstumsorientierung.

Das sind die zehn Länder, die das nach Ansicht der Studienautoren derzeit am besten hinbekommen:

Diese 10 Länder werden die weltbesten Talente anwerben

Und Deutschland? Gute Ergebnisse bescheinigt die Studie dem Exportweltmeister in Sachen Qualifikation der Arbeitskräfte, Lebensbedingungen und Nachhaltigkeit.

Großes Manko ist die fehlende Offenheit, insbesondere auch der Wirtschaft, für ausländische Talente. Hier stufen die Forscher Deutschland nur auf Platz 22 ein.

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