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Weltwirtschaft Neue Weltwährung Yuan

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Mit der Abrechnung des Warenverkehrs in Yuan verlagert China das Wechselkursrisiko auf seine Handelspartner. China muss sich dann nicht mehr um den Wechselkurs sorgen und kann eine an den binnenwirtschaftlichen Erfordernissen ausgerichtete Geldpolitik betreiben. Statt massenhaft Devisen anzuhäufen, kann die Zentralbank für stabile Preise sorgen und Immobilienblasen bekämpfen. Davon profitiert auch die Weltwirtschaft.In einem multipolaren Währungssystem kann kein Land mehr so maßlos über seine Verhältnisse leben wie die USA. Weil sich die Anlage der weltweiten Ersparnisse auf mehrere Währungen verteilt, werden exzessive Importüberschüsse nicht mehr quasi automatisch durch Kapital aus dem Ausland finanziert. Das zwingt die Länder zu mehr finanzpolitischer Disziplin und verhindert Konsumexzesse.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Kapitalzuflüsse Vermögenspreise in die Höhe treiben und Finanzkrisen erzeugen, sinkt.In einem multipolaren Währungssystem stehen die Leitwährungen im Wettbewerb. Schlechte Wirtschaftspolitik schreckt Investoren ab und treibt sie in andere Währungen. Das zwingt die Regierungen zu einer besseren Politik.

Es sind wohl auch diese Überlegungen gewesen, die Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao im Januar im Kopf hatte, als er sagte: „Das derzeitige Währungssystem ist ein Produkt der Vergangenheit.“ Für Amerika mag der Abschied vom Dollar-Monopol bitter sein. Für die Weltwirtschaft bricht damit eine bessere Zeit an.

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