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Werbung Griechen können über Sixt-Plakat nicht lachen

Der Autovermieter Sixt hat mit einem Werbeplakat den Volkszorn der Griechen auf sich gezogen. Dass diese ein Mietauto mit Drachmen zahlen können, verstanden viele offenbar als Provokation. Einige reagierten mit blankem Hass.

Griechenland

Nach Bundeskanzlerin Angela Merkel, Ex-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Schlagersänger Matthias Reim ist Griechenland zum neuen Hauptdarsteller einer ironischen Werbekampagne des Autovermieters Sixt avanciert. "Liebe Griechen, Sixt akzeptiert wieder Drachmen!“ – mit diesem Slogan warben die Münchner seit diesem Sommer für die Ausleihe eines BMW-Cabrios. Nicht alle Griechen konnten darüber offenbar schmunzeln.

"Unsere Leute bekamen Morddrohungen - von den allgemeinen Nazi-Vorwürfen ganz zu schweigen", berichtete Sixt-Chef Erich Sixt dem "Spiegel". In seiner Konzernzentrale in Pullach bei München seien zerschnittene Sixt-Karten eingegangen, "auch vom Honorarkonsul".

Sixt habe sich beim griechischen Volk entschuldigt. In Zukunft will der Autovermieter politische Themen im Marketing meiden.

Erich Sixt kritisiert Merkels Euro-Kurs

Gleichzeitig äußerte sich Erich Sixt kritisch über weitere Hilfszahlungen für Griechenland durch die Eurozone. Es sei doch klar, dass Griechenland pleite sei, so Sixt. Man müsse "dem Land endlich nahelegen, aus der Währungsunion auszutreten".

Auch mit der Bundeskanzlerin ging der streitbare Sixt-Chef hart ins Gericht: Den Kurs in der Eurokrise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nannte er "lausig". Er verstehe nicht, welches Ziel sie mit ihrer Politik eigentlich verfolge.

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